Sturmtief Xavier fegt über Hamburg hinweg

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Sturmtief Xavier forderte allein in Hamburg ein Todesopfer. Mit mehr als 1200 wetterbedingten Einsätzen in nur wenigen Stunden war die Feuerwehr Hamburg im Dauereinsatz Symbolfoto: mdt
Hamburg: Manshardtstraße |

Mehr als 1200 Feuerwehreinsätze und eine Tote allein in der Hansestadt

Hamburg Sturmtief Xavier hat Hamburg am vergangenen Donnerstag (5. Oktober) mit voller Wucht getroffen und sorgte für Chaos in der Stadt und im Bahnverkehr. Ab der Mittagszeit fegten orkanartige Winde durch die Stadt. Gerüstteile drohten umzustürzen, Äste wurden von Bäumen gerissen und ganze Bäume entwurzelt. Die umstürzenden Bäume fielen auch auf fahrende Autos und Passanten, die zum Teil schwer verletzt wurden.

Verletzte Autofahrer bergen

Gegen 13.30 Uhr musste in der Pinneberger Chaussee ein Autofahrer aus seinem Fahrzeug von der Feuerwehr befreit werden, nachdem ein umgestürzter Baum die Person im Auto eingeklemmt hatte. In der Manshardtstraße in Hamburg-Horn wurden durch einen umstürzenden Baum zwei Frauen in einem fahrenden Auto eingeklemmt und so schwer verletzt, dass die Rettungskräfte der Feuerwehr Hamburg die Beifahrerin nur noch tot bergen konnten. Die Fahrerin wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Auch in anderen Stadtteilen wurden Menschen durch umstürzende Bäume verletzt.

Bundesweit sieben Todesopfer

Allein im Hamburger Stadtgebiet forderte Xavier zehn Verletzte und ein Todesopfer. Bundesweit starben sieben Menschen durch Sturm Xavier. Zahlreiche Gefahrenstellen, die durch umgefallene Bäume und abgerissene Äste auf den Bahnstrecken der U- und S-Bahn und den Fernbahnen in Hamburg hervorgerufen wurden, mussten im Laufe des Nachmittags und Abends von der Feuerwehr Hamburg beseitigt werden. Der Bahnverkehr in Hamburg und Norddeutschland kam dabei zeitweise völlig zum Erliegen.

700 Einsätze in zwei Stunden

Allein zwischen 13.30 und 15.30 Uhr kam die Feuerwehr Hamburg auf über 700 Einsätze, die Notrufe gingen im Sekundentakt in der Rettungsleitstelle ein. Bis 19 Uhr wurden 1200 Einsätze gezählt, die nur im Zusammenhang mit dem Unwetter stehen. Zum Vergleich: das Einsatzaufkommen der Feuerwehr Hamburg liegt üblicherweise um die 850 Einsätze innerhalb von 24 Stunden. (ngo)
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