Das Ringen um Anerkennung

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Matthias Horstmann hat nichts auf der Matte verlernt Foto. th

Ringer-Trainer Matthias Horstmann sorgt für Aufschwung beim Wandsbeker Athleten Club

Thomas Hoyer
Wandsbek
Sechs Jahre arbeitet Matthias Horstmann beim Wandsbeker Athleten Club, als Trainer der Ringer. Das Engagement hat sich inzwischen ausgezahlt: Mit derzeit 40 Aktiven, von denen etwa die Hälfte an Wettkämpfen teilnimmt, steht der älteste, 1879 gegründete Schwerathletikverein Europas so gut wie lange nicht mehr da. Im Gegensatz zu Süddeutschland muss die Traditionssportart im norddeutschen Raum ständig um Anerkennung kämpfen.

Tolle Sportart

Der Aufschwung ist eng mit dem Namen Matthias Horstmann verbunden, der beim WAC mit seinen älteren Brüdern Marco und André im Alter von fünf Jahren mit dem Ringen begann, später auch für den Hinschenfelder SV in Mannschaftskämpfen auf der Matte stand, in seiner Karriere zahllose Hamburger Meistertitel einheimste und auch auf norddeutscher Ebene mehrfach die Nummer eins war. Ein schwerer Arbeitsunfall sorgte für ein frühes Ende der Laufbahn. Im Laufe der Jahre hielt sich Horstmann mit Thaiboxtraining fit, gab dort sogar Ringerkurse, ehe er 2011 den Weg zurück zum WAC fand. „Zu dieser Zeit gab es dort kaum noch Aktive“, erzählt Mathias Horstmann. Mittlerweile ist die Halle während der Trainingszeiten am Dienstag und Freitag von 18 bis 20 Uhr richtig voll, auch deshalb, weil immer wieder Flüchtlinge, in deren Heimat das Ringen zum Teil populärer ist, den Weg in den Eulenkamp finden. „Schade, dass unser Sport in Norddeutschland nach wie vor ein Schattendasein führt“, so der 41-jährige Trainer. „Ringen ist einfach eine tolle Sportart, die den ganzen Körper beansprucht und die Sinne schärft.“

Weitere Infos: Wandsbeker Athleten Club
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