10. Börner Künstlertreff im LaLi

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Heidi Koß (l.) und Peter Bröcker, das Künstlerehepaar aus Langenhorn, ist schon beim ersten Börner Künstlertreffen dabei gewesen Foto: Krause

Jetzt bewerben: Nur noch wenige freie Plätze für etablierte Ausstellung in Langenhorn zu vergeben

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn
Jahrzehnte lang beherbergte Langenhorn einen der außergewöhnlichsten Anbieter von Kunst. Die Rede ist von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, die nun ihren Sitz auf St. Pauli hat. Etliche Künstler der Griffelkunst haben einen renommierten Namen, konnten von ihrer Kunst leben.
Alfred Kubin, Oskar Kokoschka, der Brücke-Maler Max Pechstein, A. Paul Weber und Horst Janssen haben zum Beispiel für die Griffelkunst gearbeitet. Nach ihrem Gründer, dem Lehrer Johannes Böse, ist in Langenhorn ein Weg benannt. Böse schrieb 1935: „Der Weg zur bildenden Kunst geht durchs Auge und durchs Herz“. Beides wird angesprochen, wenn das 10. Börner Künstlertreff der Gemeinschaft der Fritz-Schumacher Siedlung im Februar 2017 seine Türen im LaLi öffnet. Schon im Vorfeld ist das Interesse groß – für weit mehr als die vorhandenen rund 38 Plätze liegen Anfragen von Künstlern vor, die ihre Arbeiten gern bei dieser inzwischen gut etablierten Ausstellung präsentieren möchten. Jürgen Beecken, der die Veranstaltung vom ersten Tag an organisiert, will bei der nun kommenden zehnten Ausstellung vorrangig Künstlern „der ersten Stunde“ Gelegenheit geben, erneut mit dabei zu sein. „Es werden aber noch einige Plätze für Newcomer frei sein,“ verspricht er. So groß die künstlerische Bandbreite der Aussteller auch sein wird: Kunst ist für die Teilnehmer Lebenselixier, aber kein Broterwerb. Das gilt auch für Heidi Koß und Peter Bröcker, die beide von Anfang an dabei sind. Heidi Koß, Diplomkauffrau, Unternehmens- und EDV-Beraterin, ist weder in der Technik noch in der Stilrichtung festgelegt. Kennzeichnend für ihre Arbeiten sind verschiedene Techniken und der Einsatz ganz unterschiedlicher Materialien. Zeichnungen, Bilder in Aquarell, Acryl, Gouache und Pastellkreide stehen gleichberechtigt neben Skulpturen aus Ton, Holz und Speckstein. Menschen und Tiere, aber auch abstrakte Darstellungen entstehen unter ihren Händen. Ihr Mann Peter Bröcker ist vielen Langenhornern von seinen Frizzi & Schumi Karikaturen her vertraut. Er kann aber auch anders. Mit Pastellkreide widmet er sich nordeuropäischen und mediterranen Motiven. Eine besondere Faszination üben Häuser mit Geschichte auf ihn aus. Peter Bröcker, Diplomvolkswirt und langjähriger Geschäftsführer eines Verbandes, hat wie seine Frau auch, Kunst stets neben dem eigentlichen Gelderwerb betrieben. Dennoch war auch für ihn künstlerisches Arbeiten von Jugend an prägend. Wenn sich die Schulleitung des Albrecht-Thaer-Gymnasiums bei den Eltern des Schülers Peter Bröcker schriftlich beschwerte „er möge aufhören, seine Hefte mit Zeichnungen - ins besonderes mit Karikaturen seiner Lehrer – zu beschmieren“ so spricht das schon damals für die Aussagekraft dieser Bilder. Dass Peter Bröcker noch immer das seinerzeit von der Schulleitung kritisierte Talent hat, stellte er auf Bitten des Wochenblatts unter Beweis. Exklusiv für diese Ausgabe zeichnete er den Mann, ohne den es das Börner Künstlertreffen nicht gäbe: Jürgen Beecken, den Erfinder und Organisator der Veranstaltung.

Bewerbungen für den Künstlertreff mit Arbeitsproben als Foto per E-Mail an j.beecken@t-online.de senden. Weitere Infos: Börner Künstlertreff; 10. Börner Künstlertreff auf Facebook
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