Alte Musik zum neuen Jahr

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Stolz zeigt Andreas Dieg das historische Cello von 1773, das er beim Konzert in der Ansgar-Kirche spielen wird Foto: Krause

„Universitätsmusik“ am 10. Januar in der Ansgar-Kirche

Langenhorn Mit alter Musik startet die Ansgar-Kirche ins neue Jahr. Das neu gegründete Barockensemble der Universitätsmusik Hamburg spielt auf historischen Ins-trumenten Werke des Barock. Auf dem Programm stehen unter anderem Stücke von Michael Praetorius, Dietrich Buxtehude, Johann Heinrich Schmelzer, Johann Sebastian Bach und Johann Kuhnau. Eines der Ensemblemitglieder ist der Langenhorner Architekt Andreas Dieg (47). Schon als Schüler des damaligen Gymnasiums am Foorthkamp hatte er die Liebe zum Cello entdeckt. Ein Fahrradunfall führte zu einer jahrelangen Pause. „Als ich hörte, dass ‚Universitätsmusik‘ der Uni Hamburg im Sinne des 1994 verstorbenen Universitätsmusikdirektors Jürgen Jürgens neu belebt werden sollte, packte mich der Ehrgeiz, dabei zu sein“, sagte Dieg. Und weiter: „Also war über viele Monate intensives Üben angesagt.“ Jürgens hatte 1955 den vielfach preisgekrönten Monteverdi-Chor gegründet und wurde 1961 Leiter der Akademischen Musikpflege an der Hamburger Universität. Die leistete jetzt quasi Detektivarbeit, um den zu Jürgens‘ Zeit vorhandenen Bestand an historischen Streichinstrumenten zusammenzutragen, damit das Barockensemble authentisch klingt.
„Unsere Instrumente sind mit Darmsaiten bespannt und klingen deshalb weicher“, berichtet Andreas Dieg. „Mein Cello wurde 1773 von dem 1806 in Bozen verstorbenen Geigenmacher und Pfarrmusikanten Joannes Jais gebaut. Auch wenn es in den gut 200 Jahren seiner Geschichte manche Veränderung erfahren hat, weist es doch die typische Klangfarbe seiner Entstehungszeit auf.“
Eine Woche vor dem Konzert wird bei einem Wochenend-Workshop das endgültige Konzertprogramm erarbeitet. Denn so wie Dieg als Architekt tätig ist, sind im Ensemble außer Geigenbauerinnen auch Lehrer, Juristen und Mediziner vertreten, die nicht immer Zeit haben, gemeinsam zu musizieren. Die 1989 geborene Geigerin Henriette Otto wird den Workshop leiten. Sie verfügt über große Erfahrung mit Barockformationen und hat selbst bei „La festa musicale“, „Berlin Baroque“, „Bachs Erben“ und „Musica Alta Ripa“ mitgewirkt. Ein weiterer Glanzpunkt in der Ansgar-Kirche wird der erst 2014 neu gegründete „Alumni-Chor“ der Universität Hamburg unter der Leitung von Charlotte Grabs sein. Unter dem Motto „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ laden die musikbegeisterten früheren und heutigen Mitglieder der Uni Hamburg zu einem festlichen Ausklang der Weihnachtszeit ein. (fjk)

Sonntag, 10. Januar, 18 Uhr, Ansgar-Kirche, Langenhorner Chaussee 266. Der Eintritt ist frei.
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