Kabarettistischer Jahresrückblick

Wann? 17.01.2017

Wo? Kiwittsmoor 26, Kiwittsmoor 26, 22417 Hamburg DE
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Helga Siebert nimmt kein Blatt vor den Mund Foto: wb
Hamburg: Kiwittsmoor 26 | In Langenhorn arbeitet sich Helga Siebert mit ihrem Programm „Ultimo“ durch das Jahr 2016

Von Olaf Jenjahn
Langenhorn
Zugegeben: Das Jahr 2016 hat keinen besonders guten Ruf. Dabei brauchen wir gar nicht mal so sehr über die Grenzen und den Tellerrand schauen. Eine Aufarbeitung der vergangenen 366 Tage findet am Dienstag, 17. Januar, ab 19 Uhr, durch Helga Siebert statt. Im Rahmen des „rollenden Sofa“ des Kulturhauses ella blickt die „schwarz-rot-güldene“ Fahnenträgerin des deutschen Kabaretts zurück auf das vergangene Jahr. Der Jahresrückblick der Kabarettistin ist immer ein sprachliches, inhaltliches und auch ein spielerisches Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Kleiner Vorgeschmack gefällig? Der Kopf schwirrt ihr noch von all den politischen, wirtschaftlichen und sportlichen Exzessen. Bei allem ging es wieder einmal vorrangig ums liebe Geld. Die Krankenkassenbeiträge, die Mieten und die Deiche wurden erhöht. Der Atomausstieg wird teurer als geplant, das war klar. Die Konzerne haben gute Vorarbeit geleistet. Die Politiker hasten den Ergebnissen nur noch hinterher. Pegida ist fast out, es lebe die AFD – aber nicht mehr lange. Auch sie schafft es, sich selbst zu zerlegen. Da kann man nur hoffen: Möge die Übung gelingen. Der europäische Rechtsruck kam im Süden des Landes gut an. Seehofer liebäugelt mit Ungarns Orban. In seinem Kopf scheint die Obergrenze erreicht zu sein. Von wegen Nachfolge: Er dachte ans Weitermachen und lässt Söder, wie gehabt, am ausgestreckten Arm verhungern. Na bitte, es klappt doch alles prima. Die Flüchtlinge kommen nur noch vereinzelt ins Land. Die „Schmerzgrenzen“ sind errichtet. Erdogan und sein Zwischenlager scheint zu funktionieren, was man vom Staatschef selbst eher nicht behaupten kann, ein Herrscher auf dem Despoten-Trip. Noch lässt sich die EU nicht erpressen. Was Drogen und Doping anbelangt, hatte man bisher und zu Olympia ja nur die Russen in Verdacht, aber die durften, dem deutschen IOC Chef Bach sei Dank, fast komplett nach Rio. Wir wollen gar nicht wissen, in welche Tasche die Gelder geflossen sind, da werden Funktionäre zu multiplen Personen und sacken ein. Die Taschen sind groß genug, die Abnehmer kommen aus den besten Kreisen. Gefällt Ihnen? Dann nix wie hin.

„Ultimo“: Dienstag, 17. Januar, 19 Uhr, Schröderstift Kapelle, Kiwittsmoor 26, Karten: 5 Euro unter Telefon 040/88 23 04 42 oder per _E-Mail: ella-kulturhaus@mookwat.de. Weitere Infos: Kulturhaus ella
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