„Ungespieltes Konzert“ in Langenhorn

Anzeige
Florian Heinisch wurde 1990 in Bachs Geburtsstadt Eisenach geboren Repro: Krause

Florian Heinisch spielt für Pianist Karlrobert Kreiten, der 1943 wegen kritischer Äußerungen über das NS-Regime hingerichtet wurde

Langenhorn Der 1916 in Bonn geborene Pianist Karlrobert Kreiten begann eine steile Karriere. Sein Lehrer Claudio Arrau bezeichnete ihn gar als eines der größten Klaviertalente, die ihm je begegnet waren. Nachdem er sich 1943 im privaten Kreis negativ über das NS-Regime geäußert und den Krieg als verloren bezeichnet hatte, wurde er von einer Freundin seiner Mutter denunziert und am 7. September 1943 in Plötzensee hingerichtet. Am 3. Mai 1943 hätte Kreiten um 19 Uhr in der Aula der Neuen Universität zu Heidelberg ein Konzert geben wollen. Dazu kam es nicht mehr, denn er wurde kurz zuvor verhaftet. Dieses „ungespielten Konzerts“, hat sich der junge Pianist Florian Heinisch angenommen. Im Gemeindesaal der Ansgarkirche stehen genau die Werke auf dem Programm, die Karlrobert Kreiten in Heidelberg nicht mehr spielen konnte. (fjk)

Sonnabend, 24. September, 18 Uhr im Gemeindesaal Wördenmoorweg „Das ungespielte Konzert“ – In memoriam Karlrobert Kreiten mit Werke von Busoni, Mozart, Beethoven, Chopin, Liszt. Am Klavier: Florian Heinisch, der Eintritt ist frei
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige