51 neue Wohnplätze

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Dr. Stephanie Wünsch (l.), Freundeskreis Ochsenzoll, und Sabine Korb-Chrosch, Rauhes Haus, vor dem gemeinsamen Wohnprojekt im Quartier Langenhorn Foto: Nowatzky

Zwei Stiftungen feierten Richtfest

Langenhorn Ein Zuhause für 51 Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen entsteht zurzeit am Kesselflickerweg. Auf dem ehemaligen Gelände des Ochsenzoll-Krankenhauses bauen Rauhes Haus und die Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll einen gemeinsamen Komplex aus drei Wohnhäusern und einem Pavillon als Nachbarschaftstreff und Dienstsitz der beiden Träger. In die beiden Häuser des Rauhen Hauses werden insgesamt 30 Menschen in Einzelappartements mit ambulanter Betreuung einziehen. 4,5 Millionen Euro investiert die Stiftung für Häuser und Pavillon. Vorstand Sabine Korb-Chrosch: „Das ist eines der größten Bauvorhaben des Rauhen Hauses der vergangenen Jahre.“ Vom Sozialträger zum Bauherren – für das Rauhe Haus ein notwendiger Schritt, da auf dem engen Wohnungsmarkt vor allem ihr Klientel kaum bezahlbare Wohnungen findet. Das dritte, von außen baugleiche Haus, wird für 21 Menschen in drei Wohngruppen ein neues Zuhause werden. Die Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll betreibt in direkter Nachbarschaft momentan ein Unterbringung für 45 Menschen.
Doch dieses Haus ist nur gemietet. Im Dezember werden bereits die ersten Bewohner das Haus verlassen und in eine neue Unterkunft am Suckweg einziehen. Im Sommer 2016 soll das jetzt gerichtete Haus am Kesselflickerweg fertig sein. Die Stiftung investiert hier 1,8 Millionen Euro.

Lange Kooperation


Die Kooperation von Rauhem Haus und Freundeskreis Ochsenzoll ist nicht neu, wie Dr. Wolfgang Seeler, Vorsitzender des Stiftungsrates, erinnert. Vor 40 Jahren errichteten beide gemeinsam den Brüderhof in Henstedt-Ulzburg. Diese Unterbringung weit weg von anderen Wohngegenden ist inzwischen überholt, 2009 schloss der Brüderhof nach 33 Jahren. Statt dessen errichten die Träger ihre Wohngruppen und betreute Wohnungen jetzt mitten im neuen Baugebiet auf dem ehemaligen Krankenhausgelände, mit guter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Seeler dazu: „Das Wohnprojekt soll zu mehr Freiheit führen.“ (now)
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