Afrika in Klein Borstel

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Auf Tournee zu 36 Auftritten in Europa: Auch in der Albert-Schweitzer-Schule begeisterte „Vulingoma“ Foto: Haas

Vulingoma-Chor besucht Albert-Schweitzer-Schule

Klein Borstel Es war eine Begegnung der besonderen Art: Jugendliche aus Südafrika wollten „etwas zurückgeben“. Für die Spenden aus der Albert-Schweitzer-Schule bedankten sie sich bei ihrem Besuch mit einem beeindruckenden Konzert. Kürzlich begeisterte der Jugendchor „Vulingoma“ seine Unterstützer am Schluchtweg. Der Chor kommt aus dem Kinderhilfsprojekt „Vulamasango“ – zu Deutsch „offene Türen“ – in Kapstadt, das bedürftige Kinder eines benachbarten Townships fördert. Seit 2015 unterstützt die Albert-Schweitzer-Schule das Projekt mit Spendeneinnahmen. Wie einst dem Namenspatronen der Schule sei es Florian Krämer ergangen, sagt Schulleiter Andreas Berndt. Das Schicksal der Kinder ließ ihn nach Reisen durch Afrika nicht mehr los. In Kapstadt wurde Krämer sesshaft. Seit 13 Jahren engagiert er sich in einem Team von 21 Mitarbeitern, unterstützt von vier deutschen Volontären. „Wir konnten 2015 drei Waisenhäuser und eine Schreinerei auf einem ehemals deutschen Farmgelände in der Nähe des Townships errichten“, erklärt Krämer. Auch eine Computerschule sei bereits eingerichtet. Ziel ist es, rund 100 bedürftige Kinder und Jugendliche aufzunehmen, die in familienähnlichen Strukturen aufwachsen sollen. Die Apartheid, die er selbst als Jugendlicher bei einem Schüleraustausch erlebte, sei zwar passé. „Doch das Elend in den Townships ist heute größer denn je“, sagt Krämer. Unterdessen erklingt ein mehrstimmiges Lied. „Vulingoma“ bedeutet „ein neues Lied anstimmen“. Die Mädchen und Jungen des stimmgewaltigen Chors unter Leitung von Lusanda Bali bieten singend, tanzend und trommelnd eine hinreißende Performance. Für den Austausch in der Pause sorgen die etwa gleichaltrigen Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen mit Essen und Getränken. Mit einem Diavortrag zeigt Florian Krämer den Gästen, was ihre Spenden bewirken. Immer wieder andere Teenies begleitet er alle zwei Jahre auf eine europaweite Tournee. „Sie kehren mit einem erstaunlichen Selbstbewusstsein zurück.“ Dies ist einer der letzten von insgesamt 36 Auftritten, dann reisen die Kids wieder nach Kapstadt: zurück in eine hoffnungsvolle Zukunft durch Vulamasango. (wh)

Weitere Informationen: www.vulamasango.org
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