Altes Posthaus vor Abriss

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Die Familie Schlüter vor ihrer Postagentur, Langenhorner Chaussee 213, um 1912. Rechts: der spätere Süderschul-Rektor und Heimatforscher Karl Schlüter Foto: Langenhorn-Archiv

Langenhorn: SAGA will Grundstück für Wohnungsbau kaufen

Von Bert C. Biehl
Langenhorn
Der Stadtteil ist bald wieder um ein historisches Gebäude ärmer. Das Haus Langenhorner Chaussee 213 steht vor dem Abriss. Die Finanzbehörde bestätigte dem Wochenblatt auf Nachfrage, dass das städtische Wohnungsunternehmen SAGA GWG und die derzeitigen Eigentümerin Sprinkenhof AG in Verkaufsverhandlungen stehen. Später will die SAGA auf dem etwas mehr als 600 Quadratmeter großen Grundstück Wohnungen bauen. Das markante Rotklinkerhaus mit den Fachwerk-Elementen an der Ecke zum Krohnstieg hat eine jahrzehntelange wechselvolle Geschichte.
Besondere Bedeutung für den Stadtteil hatte das 1890 errichtete Gebäude deshalb, weil im Jahr 1912 die Kaiserliche Poststelle hierhin verlegt worden war. Zuvor hatte sie sich etwas weiter südlich im historischen Ortskern an der Friedenseiche befunden, bei Dabelstein an der Langenhorner Chaussee 155.
Die neue Poststelle war das Wohnhaus der Familie Schlüter, deren Sohn Karl Schlüter später Rektor der Süderschule und ein bekannter Langenhorner Heimatforscher wurde.
„Im Oktober 1951 wurde am U-Bahnhof Langenhorner Markt ein neues Haus für die Post eröffnet“, berichtet Langenhorn-Archivar Erwin Möller. Danach war die ehemalige Postagentur im stetigen Wechsel mal Wohnhaus, mal Gewerbe-Objekt.
In den vergangenen zwei Jahren war das stark renovierungsbedürftige Haus noch einmal an eine Familie vermietet worden. Die zog Anfang dieses Jahres aus. Seither steht das Haus wieder leer.
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Rainer Stelling aus St. Georg | 10.11.2015 | 14:44  
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