Anwohner fordern: „Macht das Tor auf – dauerhaft“

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Bundestagsabgeordneter Peter-Jürgen Klimke (l.) und Sören Niehaus, Abgeordneter der Bezirksversammlung Wandsbek (beide CDU) Foto: Krause

Arbeits- und Schauweg an der Susebek in Hummelsbüttel erregt die Gemüter

Von Franz Josef Krause
Hummelsbüttel
Vom Susebekweg entlang des Baches bis zum Högenbarg schlängelt sich ein Pfad. Jahrzehnte gingen hier Bürger spazieren, führten Reiter ihre Pferde zum Stall oder zur Weide. Im letzten Jahr zur Hälfte vorbildlich ausgebaut, war der Weg am Bach geradezu ein Vorzeigeprojekt einer gelungenen Naherholungsgebietserschließung in Richtung Raakmoor. Mit dieser Idylle ist es nun vorbei. Zwei massive Metall-Tore – Kosten 7.500 Euro – haben dem Schranken gesetzt. Denn – wie der Bezirk auf eine „Kleine Anfrage“ von Sören Niehaus und Philip Buse (beide CDU) – mitteilte, hat es eine „Beschwerdelage“ gegeben, die das Amt zum Handeln zwang. Die „Beschwerdelage“ geht von der Möglichkeit aus, die Pferde könnten ausbrechen und den Verkehr auf dem nahen Ring 3 gefährden. Auslöser könnten knatternde Mopeds und frei laufende Hunde sein, die möglicherweise den Weg nutzen. Ein Mitarbeiter im Bezirksamt ist zur Klärung des Falls ganz tief in den Aktenkeller gestiegen. Ein zusätzlicher Blick in den Stadtplan schaffte Gewissheit. Den Weg, dessen Nutzung zur „Beschwerdelage“ geführt hat, gibt es gar nicht. Denn, gemäß Planfeststellungsbescheid vom 5. Dezember 1973 ist dieser Weg nicht für eine öffentliche Nutzung zugelassen. Deshalb ist er auch auf keinem Stadtplan verzeichnet. Unstrittig und dem Bezirk bekannt ist, dass der Weg seit Jahrzehnten von Spaziergängern genutzt wird. Mit einer sofortigen erneuten Absperrung habe man, so der Bezirk, sieben Jahre gezögert, weil die Erneuerung zweier Brückenanlagen über die Susebek anstanden. Da dieses nun geschehen sei, ist im Interesse der Sicherheit die Sperrung erneut vollzogen worden. Warum beim Ortstermin mit Sören Niehaus und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Klimke beide Tore unverschlossen waren, bleibt Geheimnis der Verwaltung. Anwohner fordern zumindest einmütig: „Macht das Tor auf – dauerhaft.“ Die CDU-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag an den Regionalausschuss Alstertal, die Tore zu entfernen und zusätzlich den nördlichen Teil des Weges so herzurichten, wie schon im Südteil erfolgt, zumindest schon eingereicht.
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