Auf nach Peking!

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Mit einer Hamburg-Kür präsentieren die Einradfahrerinnen aus Langenhorn die Deutsche Sport-jugend beim Kulturfest in PekingFotos: Nowatzky

Auf nach Peking! SiB-Einrad-Team vertritt Deutsche Sportjugend bei chinesischem Kulturfest

Von Stefanie Nowatzky
Hamburg. Die Mädchen tragen rot-weiße oder blau-weiße T-Shirts zu weißen Radlerhosen, ein Matrosenhut in passenden Farben komplettiert das Hamburger Outfit. Sie fahren auf Einrädern die frisch einstudierte Kür zu Discomusik, Hamburger Shanties und Volksliedern, mit der sie Hamburg und auch Deutschland im August beim Kulturfest in China repräsentieren wollen. Maren Schindeler-Grove, Vorsitzende und Trainerin des Langenhorner Vereins „Stadtteil in Bewegung“ (SiB) an der Stadtteilschule Am Heidberg griff kurzentschlossen zu, als sie gefragt wurde, ob die Darsteller des letztjährigen Musicals „Historicus“ die Deutsche Sportjugend vertreten möchten. Beim „Joy Daning Beijing 2015“ werden die 18 Jugendlichen und ihre vier Betreuer gemeinsam mit Jugendlichen aus der ganzen Welt in einem 5-Sterne-Hotel untergebracht, allein schon ein Erlebnis, wie die Trainerin findet. Gruppen aus Südkorea, Indien, Australien, Israel, Russland und Ägypten sind auch schon angemeldet. „Ich bin schon gespannt, was die anderen machen.

Große Ehre

„Es ist eine große Ehre, Hamburg und Deutschland zu vertreten“, sagt Nele Willroth, mit 19 Jahren als ehemalige Schülerin der Stadtteilschule die älteste Teilnehmerin. Wie viele aus der Gruppe hat sie kurzfristig ihren Urlaub verschoben, um bei dieser einmaligen Fahrt mit dabei zu sein. Neben dem Festival gibt es ein Kulturprogramm für die Chinareisenden, vorher wollen sich alle noch von Chinesischen Schülern in Hamburg über Sitten und „Do‘s and don‘ts“ informieren lassen. Nele: „Ich möchte lieber vorher wissen, was als unhöflich gilt.“ Julius Harbs, 14, freut sich vor allem auf die Chinesischen Sehenswürdigkeiten. Chinesische Mauer, das Nationaltheater und auch Chinas Natur und Technik-Museum stehen ebenfalls auf dem Besuchsprogramm für die Gäste aus der ganzen Welt und aus Chinas Provinzen.
Mitten in den Ferien, am 31. Juli, geht es mit dem Flugzeug für die Einrad-Kids los. Einen Teil der Kosten übernimmt die Deutsche Sportjugend.

Gezielt ausgewählt

Das Musical „Historicus“ im vergangenen Jahr war der Grund für die Deutsche Sportjugend, die SiB-Gruppe auszuwählen: „Wegen der qualitativ hochwertigen Arbeit mit bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen, der sofortigen Ideenentwicklung für ein Aufführungsprojekt und der unmittelbaren Aktivierung des lokalen Netzwerkes“, hieß es in der Begründung. Denn neben einer fast aus dem Ärmel zu zaubernden Kür müssen die Sportler auch einen Teil der Kosten selber aufbringen. 200 Euro muss jeder selber finanzieren, dazu haben alle gemeinsam noch 300 Euro pro Teilnehmer durch eine Sponsorenfahrt, Sponsorensuche per Internet auf der Seite der ID-Bank und weitere Ideen aufzubringen. „So viel kosten uns der Transport der Einräder, die Kostüme, die Visa und auch die Teamkleidung“, erklärt Maren Schindeler-Grove und hofft, dass alle gemeinsam das Geld zusammen bekommen. Der Auftritt der Langenhorner dauert übrigens nur vier Minuten.
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