Aufgepeppter Klassiker

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Vor ungewöhnlicher Speicherstadt-Kulisse: Sterntaler Kristina Meizel (vorn) mit Lars Jensen, Ilka Stemmler, Petra Lüttjohann, Jenny Kluge, Benjamin Stawicki und Eric Jensen (v.l.) Foto: Nowatzky

Börner Speldeel spielt im Lali „Die Sternentaler“. Premiere: 27. November

Von Stefanie Nowatzky
Langenhorn
Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte. So beginnt Grimms Märchen „Die Sternentaler“. Die kurze Geschichte des kleinen Waisenmädchens, dass trotz eigener Armut noch andere unterstützt und dafür mit Sternentalern reich belohnt wird, ist 2015 die Basis für die Börner Speeldeel und ihr Weihnachtsmärchen für Kinder ab drei Jahren. Allerdings wird die Geschichte bei der Premiere am 27. November anderes beginnen, denn im Original füllt das Märchen gerade einmal eine Seite - zu wenig für Theaterstück. So hat Mona Stawicki, zum ersten Mal in der Rolle der Speel-deel-Autorin, das Märchen aufgepeppt. Dass das geht, hatte schon das Fernsehen gezeigt – die Verfilmung 2011 für die ARD-Märchenreihe dauert immerhin 60 Minuten.

Verschwundene Königstöchter


Bei Mona Stawicki beginnt die Geschichte im Schloss. Vor 15 Jahren verschwand die jüngste Königstochter, eine Fee (Ilka Stemmler) prophezeit der Königin (Petra Lüttjohann) ein baldiges Wiedersehen. Die Schwester Amalie (Jenny Kluge) soll das vermisste Königskind finden. Doch Amalie hat gerade andere Sorgen. Sie hat in der Siedlung Sterntaler (Kristina Meizel) getroffen. Kaum haben sich die Mädchen angefreundet, werden sie von den Bösewichtern Roger und Hannes entführt. Und hier beginnt das eigentliche Märchen von den Sternentalern, denn weil das arme Mädchen großzügig Essen und ihren Mantel abgibt, wird sie belohnt. Die Sterne fallen als goldene Taler herab und die Fee erscheint. „Das war eine echte Herausforderung“, sagt Mona Stawicki, selbst ausgebildete Schauspielerin. „Plötzlich war die Nebengeschichte größer als das eigentliche Märchen und ich musste noch einmal anfangen.“
Eine ähnliche Herausforderung für die junge Autorin und gleichzeitig Regisseurin war auch die Besetzung. Viele neue Schauspieler haben größere Rollen übernommen. „Es läuft bisher aber alles sehr gut und wir sind schon aufgeregt auf für die Premiere“, so die 24-jährige Regisseurin wenige Tage vor dem Start.
Wie immer spielt die Speeldeel im LaLi an der Tangstedter Landstraße 182a, die Karten für die Vorstellungen kosten fünf Euro und sind im Genossenschaftsbüro der Fritz-Schumacher-Siedlung, beim Weinhaus am Stadtrand, Tabakwaren Schwede, Blumen Engebrecht und Blumen „Die Bindestelle“ erhältlich.

Termine:
Freitag: 27. 11., 17 Uhr,
Sonnabend: 28.11., 14.30 und 17 Uhr,
Sonntag: 29.11., 17 Uhr.
Sonnabend: 5.12.,14.30 und 17 Uhr,
Sonntag: 6.12., 14.30 Uhr
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