Bald rollt in Langenhorn die Kugel

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Peter Jungblut, Felix Irurozqui und Bernd Jungblut (v.l.) Foto: Krause
Hamburg: Langenhorner Chaussee 142 |

Turnhalle wird instand gesetzt – Pétanque-Spieler mit Plänen für die Zukunft

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn
Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit sind die sportlichen Aktivitäten in der 1936/1937 an die Süderschule angebauten Sporthalle. Nachdem 1971 der Schulbetrieb eingestellt worden war, wurde das Schulgebäude nur sporadisch beansprucht. 2016 wurde es umgebaut und zur Unterbringung von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen genutzt. Von der Sanierung ausgenommen war die Turnhalle. Die Halle steht aber nicht leer. Nach den Bogenschützen folgte 2003 der Hamburger Rugby-Club, dessen Pétanque-Sparte die Halle mit großem ehrenamtlichen Einsatz baulich sicherte und für ihren Sport herrichtete. Der Mitmietvertrag läuft bis 2028. Jetzt kündigte der Bezirk an, auch die Halle auf Stand zu bringen. Allerdings werden Schrubber und ein paar Eimer Farbe nicht reichen. „Das Abwassersystem ist total marode, die Fenster und die Fassade brauchen mehr als einen Anstrich“, berichtet Bernd Jungblut, der die Halle betreut. „Wir haben in der Vergangenheit als Mieter viel in Selbsthilfe gemacht, mehr kann unser Verein nicht stemmen.“

Verein offen für alle Anwohner

Felix Irurozqui, zweiter Vorsitzender des Vereins und Franzose mit baskischen Wurzeln ergänzt: „Wir sind offen für Menschen aus dem Stadtteil. Gut können wir uns auch vorstellen, dass junge Leute mit und ohne Migrationshintergrund den Weg zu uns finden, denn unsere Sportart ist international gut aufgestellt!“ Allen Spielarten des „Kugel-Sports“ Petanque, auch als Boule bekannt, ist gemeinsam, dass es nicht um Kraft, sondern um Präzision geht. Heinz-Peter Jungblut, der Präsident des Hamburger Rugby-Clubs, beschreibt seinen Sport so „Pétanque kann von Menschen jeden Alters gespielt werden, auch von solchen, die körperlich beeinträchtigt sind. Die Regeln sind sehr einfach. Es geht nicht darum, wer am weitesten kommt.“

Sanierung noch 2017

Der Verein geht davon aus, dass die Sanierung noch dieses Jahr beginnt. Gern würden die Pétanque-Freunde auch das Grundstück neben der Schule als Spielfläche herrichten. Ob das klappt, hängt davon ab, ob der Senat dafür aus dem Budget „Aktive City“ Geld locker macht.

Weitere Infos: HRC Pétanque
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