Baumfällung an der Bahntrasse

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Die Ausgleichsfläche wurde gerodet, damit die Verkehrssicherheit weiterhin gegeben ist. Fragen der Bürger bleiben allerdings offen Foto: Krause

Ausgleichsflächen wurden platt gemacht

Fuhlsbüttel Dem im Jahr 2001 begonnenen Bau der Flughafen S-Bahn sind etliche Bäume zum Opfer gefallen. Das geltende Umweltrecht schreibt einen Ersatz an anderer Stelle vor. Entlang der U-Bahntrasse, zwischen Klein Borstel und Langenhorn-Nord, wurden Stadt und Bahn fündig. Alte Schienen und Bohlen der Güterbahn, die von der Vegetation weitgehend überwuchert waren, sowie Schotter und Erdreich in 50 Zentimeter Tiefe, wurden im Frühjahr 2008 entfernt. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden auch viele Bäume gefällt, die dort lange Jahre standen, aber nicht dokumentiert waren. Nach Aktenlage befand sich hier eine Bahntrasse.
Inzwischen wurde die Ausgleichsfläche auf dem Abschnitt zwischen Fuhlsbüttel und Fuhlsbüttel Nord abermals „platt“ gemacht. Weil die „genehmigten“ Bäume im Sinne der Verkehrssicherheit am Bahndamm zu fällen waren, wurden die erst 2008 gesetzten Ausgleichsbäumchen gerodet. Diese mussten weichen, damit den Bäumen am Bahndamm mit schwerem Gerät zu Leibe gerückt werden konnte. „Jedoch ist die Zugänglichkeit zu den Böschungen durch angrenzende Ausgleichsflächen hindurch nicht berücksichtigt worden. Es kann noch nicht beurteilt werden, wie das Vorgehen im Zusammenhang mit der Baumschutzverordnung zu bewerten ist“, antwortete Egbert Willing, im Bezirksamt für das Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt zuständig, bereits im Januar im Regionalausschuss. Laut Protokoll der Sitzung sollte das Thema im Februar wieder auf die Tagesordnung genommen werden, weil Bürger weitere Fragen und Einwände vorbrachten. Doch weder am 6. noch am 27. Februar wurden die Rodungen thematisiert. „Ich habe dies gerügt, damit es das nächste Mal auf die Agenda kommt und mehr Transparenz stattfindet. Auf der Regionalausschusssitzung am 3. April soll jetzt ein offizielles Statement von Seiten der Deutschen Bahn und dem HVV kommen“, bringt Nizar Müller, CDU-Bezirksabgeordneter, seinen Unmut zum Ausdruck. Die Arbeiten wurden allerdings bereits durchgeführt. (fjk/oj)
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