Bürger bleiben im Gespräch

Anzeige
Über 130 Besucher zeigten, dass es sich für Langenhorn auf jeden Fall lohnen wird ein weiteres Gremium zu schaffen Foto: Grell

Erste Stadtteilkonferenz in Langenhorn ist „eine Chance für den Stadtteil“

Von Karen Grell
Langenhorn
Der Start einer Stadtteilkonferenz für Langenhorn war lange geplant und zum Teil umstritten. Jetzt hat sich bei der ersten Sitzung gezeigt, dass der Wunsch nach gemeinsamen Gesprächen riesengroß ist. Knapp 130 Langenhorner waren dabei, als unter dem Motto „Langenhorn verändert sich“ Themen wie Straßenbau, Angebote für Senioren und die Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtteil zur Sprache kamen. Joachim Tröstler, der zum Team der Organisatoren gehört, ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir haben damit die Bestätigung, dass Langenhorn Interesse an einer Stadtteilkonferenz hat“, so Tröstler. Langenhorn ist ein aktiver Stadtteil, in dem es bereits viele Foren gibt, in denen Anwohner aktiv sind. Mit der Stadtteilkonferenz soll eine weitere Plattform für Auseinandersetzungen und Gespräche entstehen. Harald Rösler, Bezirksamtsleiter Bezirk Nord, war zur ersten Sitzung eingeladen und nahm Stellung zu Fragen rund um Langenhorn und den Anliegen der Bürger. Hauptthema und damit auch die erste Frage aus dem Publikum war die Situation der Flüchtlingsunterkünfte im Stadtteil. Bemängelt wurde die gemeinsame Unterbringung unterschiedlicher Nationalitäten mit der Angst, es könne dadurch intern zu Konflikten kommen. „Ich finde diese Form der Unterbringung positiv und meine, Integration kann nur so funktionieren“, so Röslers Antwort. Die Reaktion anderer Gäste zeigte, dass nur wenige im Stadtteil die Kritik in Sachen Flüchtlingspolitik teilten. Langenhorn bezeichnete Rösler als einen Stadtteil mit regem, gesellschaftlichem Engagement, in dem es mit 22 Kitas und neun Schulen ein großes Bildungsangebot gibt. Das ehrenamtliche Engagement stünde an erster Stelle. Ein dichtes Netzwerk sei immer ein großer Vorteil für alle. So ist auch die Schließung des Deutschen Roten Kreuzes in Langenhorn längst zu einer gemeinsamen Sache geworden. Spontan hatten sich die Kirchengemeinden zu Wort gemeldet und vorgeschlagen, einige der Kurse, die das DRK anbietet, in ihren Räumen weiterzuführen. Mit 44.000 Einwohnern ist Langenhorn Teil der wachsenden Stadt und wird in neu entstehenden Wohnungsbau einbezogen. Der Langenhorner Markt wurde umgestaltet, das Kundenzentrum soll umziehen und nach neun Jahren Quartiersentwicklung an der Essener Straße sei, laut Rösler, auch hier eine ganze Menge passiert. Der Anmerkung eines Besuchers, der eine Station für Elektrofahrzeuge vorschlug, wollte Rösler nachgehen und auch zum Thema Verkehrsanbindung gab es verschiedene Vorschläge, so beispielsweise die bessere Taktung der Busse. Zur Überlegung, ob nun ein weiteres Gremium wie die Stadtteilkonferenz notwendig sei in Langenhorn hatte Harald Rösler die passende Antwort: „Es ist für den Stadtteil immer eine Chance, voneinander zu profitieren. Ich glaube es wird sich in jedem Fall lohnen“.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige