Bürger über Flüchtlingshäuser besser informieren

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So sollen die neuen Häuser aussehen – durchaus eine optische Aufwertung für das Areal Visualisierung: pbp Architekten, Hamburg / Repro: Krause

Internetseite und Dialogbereitschaft zu Ohkamp-Express-Wohnungen geplant

Von Franz-Josef Krause und Olaf Jenjahn
Fuhlsbüttel/Langenhorn
Anfang November berichtete das Wochenblatt über Verzögerungen bei der Errichtung von für Flüchtlinge bestimmte Häuser auf dem städtischen Grundstück Ohkamp/Flughafenstraße. Bei einer Veranstaltung im Gemeindesaal der St. Lukas-Gemeinde, zu der das Bezirksamt Nord eingeladen hatte, konnten die wenigen erschienenen Bürger sich über den Projektfortschritt informieren. Die Baugenehmigung wurde am 1. Dezember erteilt. Bauherrin Quantum Immobilien AG hat mit der Rodung der Fläche begonnen. Eine für schwere Baufahrzeuge geeignete Brückenverstärkung über den Raakmoorgraben ist bereits erfolgt.

Bezug von 570 Menschen ab 2018

Verläuft alles nach Plan, können bereits im ersten Quartal 2018 rund 570 Menschen einziehen. Mieter für 15 Jahre wird „fördern & wohnen“ sein, das die Anlage als Folgeunterkunft betreiben wird. Nach Änderung des Baurechts wird es auch möglich sein, dass einzelne Express-Wohnungen oder auch größere Einheiten vorzeitig in „normale“ Wohnungen mit Wohnberechtigungsschein für jedermann umgewandelt werden. Als gewisse Herausforderung wurde die sprachliche Durchmischung der auf dem Gelände geplanten Kita identifiziert. Lukas-Pastor Georg Warnecke zeigte sich aber überzeugt davon, dass es ihm gelingen werde, zumindest mit der zu seiner Gemeinde gehörenden Kita für einen integrationsfördernden Austausch zu sorgen. Wo die schulpflichtigen Kinder unterrichtet werden, ist noch nicht geklärt. Nico Schröder, Fachamtsleiter Sozialraummanagement des Bezirks Nord, verwies auf die entsprechende Expertise der Schulbehörde.

Internetseite geplant

Einen ganz wesentlichen Beitrag zur Information der Bürger soll eine im Aufbau befindliche Internetseite leisten. Geplant ist weiterhin, der noch sehr lockeren Form des Beirats eine Struktur mit auch gestalterischer Kompetenz zu geben.
Gerade die Art der Information seitens des Bezirksamtes hatte bei einigen Anwohnern für Ärger gesorgt. So wird kritisiert, dass es mehrere Kanäle gäbe, über die Bürger informiert werden. Auf Nachfrage beim Bezirksamt antwortete Nico Schröder: „Wir hatten verschiedene Verteiler, die wir jetzt aber zusammengeführt haben. Zukünftig werden alle Informationen nur noch an diesen großen Verteiler versandt.“ Auch mit der Kritik, dass „zufällig“ eventuell mehr Bäume als notwendig gefällt werden, setzt sich Schröder auseinander: „Selbstverständlich werden nur Bäume gefällt, für die eine Genehmigung vorliegt und deren Fällung insofern als notwendig anerkannt worden ist. Der genaue Zeitpunkt hängt dann vom Bauherren beziehungsweise den beauftragten Firmen ab.“

Wann die Internetseite freigeschaltet wird, ist noch offen, wird aber über den Email-Verteiler kommuniziert. Mailadresse zur Aufnahme in den Verteiler: Nico.Schroeder@hamburg-nord.hamburg.de
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