Der „Glashüttengrill“ in Norderstedt ist fertig

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Peter Rudat (r.) und Timpe von Freyberg gönnen sich eine Wurst am „Glashüttengrill“ Foto: Nowatzky

Urban Gardening-Fläche an der Müllerstraße nimmt Gestalt an

Norderstedt Nach getaner Arbeit schmeckt Peter Rudat und Timpe von Freyberg die erste Wurst besonders gut: Der „Glashüttengrill“ ist fertig. Vor allem, weil die beiden engagierten Männer sich für das neue Konzept für eine Freifläche an der Müllerstraße in Glashütte begeistern konnten. Vor einem knappen Jahr hatte die Stadt die in etwa Fußballfeld große Fläche gepachtet und als „Urban Gardening“-Fläche ausgewiesen. Das Jugendamt und das Amt für Natur und Landschaftsschutz riefen gemeinsam die Glashütter zur Gestaltung der Fläche auf, und vor allem Bauingenieur Peter Rudat und Klemptnermeister Timpe von Freyberg aus der Nachbarschaft fühlten sich angesprochen. Seitdem haben die Männer geplant, besprochen und bestellt. In den vergangenen Wochen wurde gemeinsam mit Hilfe des Bauhofes, einiger Jugendlicher und Nachbarn gebaut. Entstanden ist eine gemütliche Fläche eingerahmt von Büschen und einer kleinen Palisade. Darauf die großen Mühlräder aus Beton mit dem fest installierten Grill mit Holzdach sowie Bänke und Tische. Auf der anderen Seite steht ein großes Tipi. „Das ist ein irres Projekt, bei dem einem das Herz aufgeht“, ist Carsten Reichentrog, Leiter der Jugendhilfe Süd, begeistert. „Das ist ein echter Treffpunkt mit ganz vielen Möglichkeiten auch für unsere Kinder- und Jugendarbeit.“ Auch Kerstin Zacher ist begeistert. Die Geografin hatte das Projekt von Anfang an begleitet, die Anwohner vor Ort beraten und die Arbeit mit den städtischen Helfern koordiniert. Wo noch vor einem Jahr eine wilde und oft vermüllte Fläche war, gibt es jetzt außer dem neuen Grillplatz einen Garten der KiTa der Thomaskirche und Platz zum Spielen. Von Freyberg und Rudat machen jetzt erst einmal Urlaub, planen aber schon für weitere Ideen. Gemeinsam mit anderen Anwohnern möchten sie ein Backhaus bauen, in dem an regelmäßigen Backtagen jeder sein eigenes Brot backen kann. „So wie im Museumsdorf im Landkreis Harburg“, erklärt der Bauingenieur. Sollte die Stadt „Ja“ sagen, brauchen die beiden viele Helfer für den Bau. „Vorkenntnisse braucht man nicht, wir lernen alle an“, verspricht Rudat. (now)
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