Die „besten“ Dreckschilder in Langenhorn

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Auf den ersten Blick weiß man nicht, wo sich dieses Straßenschild befindet Foto: Blume

Kaputt, verrottet, dreckig: Viele Verkehrsschilder sind kaum lesbar

Von Claudia Blume
Langenhorn Im Rahmen der Kampagne „Für mehr Verkehrssicherheit“ hatte die CDU-Fraktion Nord Ende vergangenen Jahres das schmutzigste Verkehrs- oder Straßenschild in Langenhorn, Fuhlsbüttel, Ohlsdorf, Groß Borstel und Alsterdorf gesucht und prämierte nun die Top vier. „Die Wahl fiel schwer, denn wir haben über 250 Foto-Einsendungen erhalten“, berichtet der Bezirksabgeordnete Nizar Müller. „Die Missstände sind erschreckend. Einige Schilder sind kaputt, nahezu verrottet, Buchstaben oder Ziffern mit Grünspan überdeckt und fast unlesbar. Sie stellen somit ein erhebliches Sicherheitsdefizit dar, etwa bei Rettungseinsätzen oder bei der Einhaltung temporärer Parkzonen in Schulbereichen.“
Ewa Leya aus Fuhlsbüttel hatte Bilder von drei „Dreckschildern“ eingesandt, eines davon das Straßenschild Paeplowstieg/Ecke Weg beim Jäger. „Pizzaboten und Taxiunternehmen finden unsere Adresse oft nicht. Kein Wunder, denn die Schilder sind seit unserem Einzug vor sieben Jahren nicht gesäubert worden. Zudem klappert ein rostiges 30-Zone-Schild nervtötend direkt vor der Haustür“, erklärt die 39-Jährige. Selber zu Schraubenschlüssel und Reinigungsschwamm darf sie allerdings nicht greifen. „Das wäre eine Ordnungswidrigkeit, da es sich bei den Schildern um Stadteigentum handelt“, belehrt Nizar Müller achselzuckend. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, hat die CDU-Ende Januar einen Antrag mit Forderungskatalog im Regionalausschuss eingebracht, über den im März debattiert wird. Nach einer Bestandsaufnahme soll das Bezirksamt für regelmäßige Reinigung und Reparatur aller Schilder sorgen und eine Registerdatei anlegen.
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