Die Experten für gute Luft

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Das Zimmerwetter-Projektteam schult Naturwissenschaftler, Ingenieure oder Techniker, die das Zimmerwetter erklären Repro: now

Richtig lüften: Langenhorner Verein bildet Schüler und Multiplikatoren aus

Von Stefanie Nowatzky
Langenhorn
Vele Menschen in einem Raum verbrauchen viel Sauerstoff, schnell fühlt sich die Luft verbraucht an. Doch wie kommt am schnellsten die verbrauchte Luft raus und frische in den Raum, zum Beispiel ein Klassenzimmer? „Möglichst Durchzug machen“, erklärt Meike Ried, Projektleiterin Zimmerwetter. Ihr Regionalverband Umweltberatung Nord, zeigt Schülern und Lehrern, wie richtig gelüftet wird. „Denn: Zuviel CO2 in der Luft macht müde und unkonzentriert.“
1995 schlossen sich Umweltberater zu dem Verband zusammen, Ried ist Gründungsmitglied und seit 2002 im Vorstand. In ihrem Haus in Langenhorn ist die Geschäftsstelle, von hier aus berät sie auch telefonisch und vermittelt Experten zum Beispiel zum Thema Schimmel. Der Pilz, der sich gerne in feuchten Räumen vermehrt, ist ein Hauptaktionsbereich des Vereins. So organisiert Ried gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen Marina Quoirin-Nebel und Roland Braun alle zwei Jahre die Fachtagung Schimmelpilze, bei der regelmäßig 170 Teilnehmer verschiedenster Profession zusammenkommen. Vom Wohnungsverwalter über Mediziner, Handwerker oder Rechtsanwälte, jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt, ist eingeladen. „Wir wollen die Leute miteinander vernetzen“, sagt Meike Ried. So ist auch das Netzwerk Schimmelberatung entstanden.
Weil Schimmel gern in schlechtgelüfteten Räumen entsteht entstand auch das inzwischen von der Deutschen Stiftung Umwelt geförderte Zimmerwetterprojekt. „Richtig Lüften und Heizen ist schwierig zu vermitteln“, hat Brigitte Harste, Beisitzerin im Vorstand des Vereines, in ihrer Beratertätigkeit festgestellt.

Bei Schülern starten


Deswegen fangen die Zimmerwetter-Experten schon bei Schülern an: Ehrenamtliche Experten unterrichten in 2er Teams mit fünf Versuchen Schüler zum Thema CO2. Die bunten Versuchskisten zeigen schnell, ob die Luft im Raum noch zu gebrauchen ist. Als Höhepunkt versuchen die Schüler, Theaternebel auf dem schnellsten Weg aus dem Klassenzimmer zu befördern. Seit Projektbeginn wurden 44 Klassen im Großraum Hamburg unterrichtet, fünf Städte haben das Programm bereits übernommen. Gerade veranstaltet der Verein eine Schulung, bei der Experten für den Schulunterricht ausgebildet werden.

Weitere Termine: „Schimmelaktionstag“: Am Sonnabend, 14. November geben Experten von 10 bis 17 Uhr in der Verbraucherzentrale Hamburg an der Kirchenallee Antworten auf alle Fragen rund um Schimmelprobleme. Kontakt: www.zimmerwetter.de
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