Die Generation 60 plus ist gefragt

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Ursula Preuhs wirbt für die Teilnahme an der Seniorendelegiertenversammlung in den Bezirken. So kann das Leben aktiv mitgestaltet werden

Delegiertenversammlung tritt für Interessen von Senioren ein. Weitere Teilnehmer gesucht

Langenhorn Bis zum 18. Februar besteht die Möglichkeit, dass sich Senioren für die Seniorendelegiertenversammlung in den Bezirken aufstellen lassen. Neben Organisationen (Sportvereine, Wohlfahrtsverbände) und Gruppen (Seniorentreffs, Kirchengemeinden) können sich dafür auch Einzelpersonen bewerben. Diese müssen allerdings mindestens 20 Unterschriften von Unterstützern im jeweiligen Bezirk vorweisen können. „Wir haben seit 2012 das Hamburgische Mitwirkungsgesetz, welches hier greift“, sagt Ursula Preuhs, die sich seit 20 Jahren als Vorsitzende des Seniorenbeirates Hamburg-Nord für die Belange der Senioren einsetzt.

Respekt und Würde

Für Ursula Preuhs geht es in ihrem Engagement darum, dass die Senioren mit Respekt und Würde behandelt werden. „Ist man älter und hat das entsprechende Geld, ist das Leben als Senior in Hamburg kein Problem. Doch bei kleineren Einkommen ist das anders“, erläutert sie. Ein großes Thema ist die Barrierefreiheit. „Das betrifft nahezu sämtliche Bereiche. Egal ob Wohnung, Verkehr, Einkauf oder kulturelle Angebote, überall müssen wir uns dafür einsetzen, dass auch an die älteren Menschen gedacht wird“, sagt Ursula Preuhs. Auch die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft hat gravierende Auswirkungen auf den Lebensstandard der Senioren. Bank- oder Sparkassenfilialen werden geschlossen, um eine Paketsendung abzuholen, müssen oftmals lange Wege in Kauf genommen werden.

300.000 Senioren in Hamburg

Politik und Verwaltung begegnen der Interessenvertretung der Senioren mittlerweile auf Augenhöhe. „Wir gehen auf die Institutionen zu, werden aber auch in Entscheidungen einbezogen“, sagt Preuhs. Sie ist stolz darauf, dass die Hamburger Hochbahn die Barrierefreiheit als ganz wichtiges Thema erkannt hat. „Das ist auch unser Verdienst“, sagt sie. In Hamburg leben rund 300.000 Senioren, knapp 30.000 davon im Bezirk Nord. Allerdings sind nur 75 rüstige Rentner im Bezirk aktiv engagiert. (oj)

Wer etwas machen möchte, kann sich an das Fachamt Sozialraummanagement, Petra Schröder, Telefon 42804-2676, E-Mail: petra.schroeder@hamburg-nord.hamburg.de wenden
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