Die Häuser im Baum

Anzeige
Für den besseren Anflug müssen noch ein, zwei Äste weichen: Patrick von Schuckmann von der NABU-Arbeitsgruppe Fledermausschutz wirft Jens Seyer Werkzeug zu Foto: nik

Hummelsbüttler Müllberge: Fledermauskästen wurden angebracht

Von Nicole Kuchenbecker
Hummelsbüttel
Die Fledermäuse rund um die Hummelsbüttler Müllberge haben neue Unterschlupfmöglichkeiten. Der Verein zur Erhaltung der Hummelsbüttler Feldmark brachte jetzt zwölf Kästen, die von Langenhorner Schülern gewerkelt worden waren, an. Damit die Fledermäuse freien Anflug auf die Sommerquartiere haben, haben Jens Seyer und Dietmar Büchler vom Verein zur Erhaltung der Feldmark zu Hammer und Nagel gegriffen. Mit Hilfe von Norbert Schacht und seinem Trecker brachten sie die Kästen in rund fünf Metern Höhe entlang des Weges „Wildes Moor“ an. „Wir haben hier viele verschiedene Arten von Fledermäusen“, sagt Vorstandsmitglied Sabine Bartel, die gemeinsam mit weiteren Mitgliedern die Aktion unterstützte. Der Verein hatte im vergangenen Herbst versucht, die verschiedenen Tierarten, die in der Hummelsbüttler Feldmark leben, zu katalogisieren. Dabei waren sie auf eine größere Population von Fledermäusen wie Großer Abendsegler, die Breitflügel Fledermaus, die Teich-Fledermaus gestoßen Dabei wurde die Idee geboren, für die Fledermäuse artgerechte Unterschlupfkästen in der Feldmark anzubringen.

Grundschüler helfen

Dabei halfen die Kinder der dritten und vierten Klasse an der Grundschule Neubergerweg tatkräftig mit. Rund vier Wochen bauten sie an Kästen für die Fledertiere, mit einigen „Verschönerungen“ gegenüber der eigentlichen Bauweise. „Sie haben extra hier noch das Holz aufgraut und Löcher reingebohrt“, freute sich Bartel. Das ist gut, denn so können sich die Flugtiere noch besser an das Holz krallen. Unter der fachkundigen Anleitung von Patrick von Schuckmann von der NABU-Arbeitsgruppe Fledermausschutz brachten die Naturfreunde die Kästen nun an. „Die Aktion haben wir eng mit dem Grünamt abgestimmt, damit die Fledermauskästen bei Pflegearbeiten nicht beschädigt werden“, so Bartel weiter.
Sie bildet den Auftakt zu weiteren. Bartel: „Zukünftig wollen wir versuchen Schulen oder den Bauspielplatz zu gewinnen weitere Fledermauskästen zu fertigen. Es wäre schön auch die nächste Generation für den Naturschutz zu gewinnen und die Kinder mit der Schönheit und Vielfalt unserer direkten Umgebung und Natur vertraut zu machen.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige