Die Sandkiste, die ein Löschteich war

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Der Spielplatz zirka 1948 Foto: Langenhorn-Archiv

Spielplatz am Immenhöven für 90.000 Euro saniert. Jetzt wurde er freigegeben

Langenhorn Momentan ist nicht wirklich die Zeit, einen Spielplatz zu nutzen. Deswegen wurde dieser an der Ecke Tangstedter Landstraße/Immenhöven auch in aller Stille geöffnet. Seit der vergangenen Woche ist der Bauzaun verschwunden, der potenzielle Nutzer am Betreten hinderte – der frisch angelegte Weg hatte sich erst noch setzen müssen. „Wir haben rund 90.000 Euro in diesen Spielplatz investiert“, sagt Mathias Buller vom Bezirksamt. Kletterturm, Doppelschaukel, Spielhaus und Sitzbänke sind Stichworte. Bei der Sanierung der Sandkiste gab es allerdings zunächst eine Überraschung: „Die Arbeiter hatten den Sand schon zwei Meter tief abgetragen, da stellten sie fest: Es geht noch tiefer“, so Buller. Während einer Inspektion durch ihn und seine Kollegin Gisela Speitel entdeckten die Bauarbeiter einen bisher verborgenen Schacht von 3,50 Metern Tiefe. So tief dürfte auch die Sohle des Bassins reichen – bis ganz nach unten wurde es denn allerdings doch nicht ausgebaggert. Alte Pläne waren lückenhaft, und erst durch Zeitzeugen wurde klar: „Die Sandkiste war einst ein Löschteich, der zwischen 1939 und 1941 angelegt wurde“, so der Anwohner Jürgen Beecken. Der Schacht enthielt die Mechanik, um den Teich abzulassen. Damals hätten Kinder auch – verbotenerweise – im Teich gebadet. Nach dem Krieg wurde das Becken mit einem Durchmesser von 20 Metern zur Sandkiste umfunktioniert. (bcb)
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