Dunkle Wolken am Schul-Himmel

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Peter Liske: Wir könnten auch mit einer Zweier-Lösung leben Foto: Fuchs
Bönningstedt, Hasloh und Ellerbek müssen sich entscheiden

Bönningstedt Nach zwei Jahren Übergangszeit, in der das Amt Pinnau weiterhin die Gemeinschaftsschule Rugenbergen in Bönningstedt verwaltet hat, muss dieses Jahr die Schulträgerschaft neu geregelt werden. Dabei gehen die Standpunkte der Trägergemeinden Bönningstedt, Hasloh und Ellerbek weiterhin sehr weit auseinander. Während Ellerbek aussteigen will, hält Hasloh am Dreier-Bündnis fest und Bönningstedt könnte auch mit einer Zweier-Lösung ohne Ellerbek leben. Insofern könnte es passieren, dass letztlich die Schulaufsicht von Kreis oder Land entscheiden müsste, wie die Zukunft der Schule aussieht.

Trägerschaft zu dritt bewährt

Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund macht die Position seiner Gemeinde deutlich: „Ein Ausscheiden der Gemeinde Ellerbek und eine daraus resultierende Zweierträgerschaft wäre aus Hasloher Sicht nicht akzeptabel, weil dies zu einer höheren finanziellen Belastung führen würde.“ Diese Trägerschaft zu dritt habe sich über viele Jahre bewährt und sollte fortgesetzt werden, ist Brummunds Meinung. Sie decke sich auch mit den Schülerzahlen. So kämen zurzeit von den 461 Schülern 136 aus Bönningstedt, 124 aus Quickborn, 62 aus Ellerbek und 55 aus Hasloh. Dies würde aus Sicht Ellerbeks aber eher für ein Bündnis der Nachbargemeinden mit Quickborn sprechen, findet Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand. Weil fast 60 Prozent der Schüler aus Quickborn und Bönningstedt kämen. Wenn demnächst die Caspar-Voght-Schule in Egenbüttel nebenan auch das Abitur anbiete, könnte das viele Ellerbeker Familien zum Schulwechsel nach Rellingen bewegen, glaubt Hildebrand. Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske sagt: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen eine Zweier-Lösung. Aber die Schule darf kein Spielplatz zum Nachtreten aus Ärger über gescheiterte Verwaltungsstrukturen sein.“ (bf)
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