Ein (Licht)zeichen gesetzt

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Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, Detlev Grube und Eka von Kalben (beide Grünen-Fraktion) und Verkehrsminister Reinhard Meyer an der neuen Ampel Foto: now

Neue Ampel: Verkehrsminister lobt Zusammenarbeit für mehr Sicherheit

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Norderstedt nahm Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer vergangene Woche die Ampel Ecke Schleswig-Holstein-Straße/Am Exerzierplatz offiziell in Betrieb. Meyer hatte sich persönlich für die Lichtanlage als Sicherheitsbaustein für die Landesstraße eingesetzt. Für den symbolischen Knopfdruck wollte er die neue Ampel nicht noch einmal ausmachen, denn die regelt schon seit einigen Tagen zuverlässig den Verkehr. Statt dessen drückte der Minister gemeinsam mit Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote und der Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden der Grünen Eka von Kalben auf den Fußgängerknopf der etwa 70.000 Euro teuren Lichtsignalanlage und überquerte selbst die Straße. Rund 50.000 Euro überwies er gleichzeitig an die Stadt als Landesanteil. Die Ampel soll die Querung von Norderstedts schnellster Straße sicherer machen. Zum einen über die Schleswig-Holstein-Straße, aber auch über die Einmündung Am Exerzierplatz. „Wir haben hier gemeinsam ein Zeichen gesetzt“, sagt Meyer über die Zusammenarbeit mit Eka von Kalben und der Stadt. „Hier hat die Vernunft auf allen Seiten gesiegt.“
Weil an dieser Stelle vor allem viele Radfahrer Richtung Glashütte und auch in Richtung Gemeinschaftsschule erwartet werden, hat die Stadt noch zwei extra Drück-Knöpfe aufstellen lassen. Jeweils rund 30 Meter vor der Ampel können die Radfahrer in Ost-West-Richtung Grün anfordern. Bei normalem Fahrttempo kann so in der Regel direkt ohne Wartezeit über die Ampel gefahren werden. Zusätzlich sollen noch Haltegriffe an der Ampel angebracht werden, wenn es doch einmal länger dauert. Auch Norderstedts Verkehrs-Experte Kai Hädicke-Schories ist zufrieden: „Der Verkehr läuft hier gut, es gibt auch keine Staus im Berufsverkehr vor der Ampel.“
Nächster Baustein in Norderstedts Verkehrspolitik wird die Überwachung von Tempo-30-Zonen sein. Schon länger bemüht sich die Stadt um das Recht, selber Kontrollen durchzuführen. „Tempo-30 ist ein wichtiger Baustein zum Lärmschutz“, so Oberbürgermeister Grote. Mit dem Kreis, der bisher die Hoheit über Tempokontrollen hat, ist sich Grote inzwischen einig. Und auch der Verkehrsminister unterstützt die Stadt. „Wir wollen mehr Tempo 30 bundesweit. Das muss dann auch kontrolliert werden. Die Polizei hat nicht die Kapazität dafür. Da könnte Norderstedt Beispiel werden“, versprach Meyer seine Unterstützung. Dafür will er mit Innenminister Stefan Studt über das Thema sprechen. Dessen Vorgänger Breitner hatte schon Zustimmung signalisiert, doch durch den Ministerwechsel im vergangenen September musste das Thema noch einmal neu aufgenommen werden.
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