Erntezeit in der „Gemüseackerdemie“

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Jannik erntet mit Erzieherin Melanie eine Zucchini Foto: oj
Hamburg: Tweeltenmoor 10 |

Die Kinder der Kita Tweeltenmoor in Langenhorn essen Gemüse aus eigenem Anbau

Von Olaf Jenjahn
Langenhorn
Es wird fleißig geerntet… Jannik, Hanin und Lucy buddeln mit großer Freude in der Erde. Jede einzelne Kartoffel wird bestaunt, bejubelt und triumphal in die Höhe gehalten. Die Kinder der Kita Tweeltenmoor in Langenhorn gehen in ihrem „Gemüseackerdemie“-Projekt voll auf (das Wochenblatt berichtete). Es wird gejätet, geerntet und natürlich auch probiert was aus der Erde auf den Teller kommt. „Unsere Kinder probieren immer öfter ihr selbst geerntetes Gemüse“, hat Erzieherin Stefanie erkannt und freut sich über den Effekt, der durchaus so gewollt ist. Natürlich mögen die Mädchen und Jungen Kartoffeln, doch was in der hauseigenen Küche daraus „gezaubert“ wurde, begeisterte die Kinder noch etwas mehr: „Wir haben Chips gegessen und das schmeckt toll“, erzählt Lucy. Auch die Rote-Beete-Chips waren ein Renner.

Bildungsprogramm „Gemüseackerdemie“

Seit drei Monaten haben sich die Kinder und Erzieher der Kita „Tweeltenmoor“ dem Gemüseanbau verschrieben. Gemeinsam mit dem Bildungsprogramm „Gemüseackerdemie“ und der BKK VBU bauen die Kinder ihr eigenes Gemüse an und lernen dabei viel über die Wertschätzung von Lebensmitteln, gesunder Ernährung und Nachhaltigkeit. „Neben den Kartoffeln sind auch Kürbis, Salat, Tomaten oder Zucchini ein dankbares Gemüse“, findet Kita-Leiter Hans Faßbender. Zum Ende des Sommers haben die Kinder in ihrem Garten noch einmal richtig zu tun. Neben den Salaten, die regelmäßig geerntet und in der Kita verzehrt werden, steht nun auch bald die Maisernte auf dem Plan. „Popcorn“, lautet die Antwort auf die Frage, was daraus denn entstehen könnte. Die Pflanzen haben bereits eine ordentliche Höhe erreicht, die ersten Kolben zeigen sich bereits mit ihren „Haaren“. Weil die Kita sehr viele Maiskörner zur Verfügung hatte, nahmen einige Kinder diese mit nach Hause und „bauten“ dort im eigenen Garten den Mais an. „Mein Mais ist noch größer als unser hier. Der wächst auf dem Kompost“, erläutert Lina stolz.

Erntedankfest


Hans Faßbender denkt auch schon an die kalte und frostige Jahreszeit: „Wir werden nach der Ernte unsere Beete winterfest machen, auch das gehört dazu“, sagt der Kita-Chef. Die Einrichtung wird das Gartenprojekt auch im kommenden Jahr fortführen. Für Nachhaltigkeit sorgt auch die Weiterbildung der Erzieherinnen, die an Kochkursen der Sarah-Wiener-Stiftung teilnehmen werden. Doch bevor der Winter im Garten der Kita „Tweeltenmoor“ einzieht, soll es noch ein großes Erntedankfest geben. Schließlich gab es viele neue, auch geschmackliche Erlebnisse durch die Gemüseackerdemie.

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