Es lebe die Freundschaft!

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Zum gemeinsamen Foto stellten sich die Schüler und ihre Lehrer im Hamburger Rathaus auf Foto: wb

Gymnasium Hummelsbüttel feiert deutsch-französische Partnerschaft seit 20 Jahren

Hummelsbüttel Blau, weiß, rot – das Gymnasium Hummelsbüttel war ganz in den Farben der französischen Tricolore geschmückt, denn der Austausch zwischen dem Gymnasium Hummelsbüttel und dem französischen Collège Sainte Marie in Montpellier jährt sich in diesem Jahr zum 20. Mal. Im Herbst des vergangenen Jahres waren die Hummelsbüttler Schüler mit ihren Lehrerinnen zum Besuch nach Montpellier gereist, nun erfolgte der fällige Gegenbesuch der französischen Schüler. Bei ihrem Besuch in Hamburg lernten sie nicht nur die Stadt ausführlich kennen. Zusätzlich gab es Aktivitäten wie ein Tanzprojekt zum Thema „Gegensätze“ und einen Abschlussabend, an dem es nicht nur selbstgemachte Leckereien fürs Buffet gab, sondern die Schüler boten auch kleine Aufführungen dar, die sie mit ihren Austauschpartnern gemeinsam entwickelt hatten.Anlässlich des Jubiläums wurden die Austauschteilnehmer vom Europa-Referat zu einem Empfang ins Rathaus eingeladen und für ihre Verdienste geehrt. Die Partnerschaft Hamburgs mit der französischen Stadt Marseille existiert übrigens schon weitaus länger: seit 1958 findet ein reger Austausch zwischen den beiden Hafenstädten statt.

Vorurteile abbauen


„So ein Austausch bietet die Möglichkeit, den Unterricht hinaus ins Leben zu tragen. Natürlich bieten wir lebendigen und kommunikativen Sprachunterricht – aber es ist doch eben der eigentliche Sinn des Französischlernens, die Sprache einmal mit „echten“ Franzosen zu sprechen. Dass dann mitunter eine Mischung aus Französisch, Englisch und Händen und Füßen dabei rauskommt, ist gar nicht schlimm“, sagt Austauschleiterin und Französischlehrerin Bianca Tront. Und auch den Gymnasiasten gefiel der Austausch: „Kurz vor dem Abflug nach Frankreich war ich plötzlich ziemlich unsicher, wie das funktionieren soll, zehn Tage in einer völlig fremden Familie, dazu in einer fremden Sprache. Aber dann hat es doch richtig Spaß gemacht – vor allem die gemeinsamen Ausflüge, zum Beispiel in die römische Arena von Nîmes oder hier in Hamburg das Stand-Up-Paddling auf der Alster. Klar, es war nicht immer ganz einfach wegen der Sprache, aber am Ende haben wir uns echt gut verstanden“, resümierte die 14-Jährige Hanna. Das der Austausch in der heutigen Zeit noch eine ganz andere Bedeutung hat, machte Isabelle Bouaillon, Schulleiterin des Collège Sainte Mair, deutlich: „Wir sind dabei, Europa neu zu gestalten. Dafür brauchen wir vor allem die jungen Leute. Es ist also ganz wichtig, dass sie ihre Nachbarn kennen, Vorurteile abbauen und auch mal Unterschiede aushalten können. So bin ich zuversichtlich, dass die europäische Idee wieder neuen Schwung bekommt.“ (wb)
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