FF Fuhlsbüttel hat einen Bambini-Trupp

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Sie waren die Stars: Die Nachwuchsfeuerwehrjungs und -mädchen bildeten eine Eimerkette, um ein Feuer zu löschen Foto: mk

Früh übt sich... Minifeuerwehr hat mitterweile eine Warteliste

Von Michelle Kossel
Fuhlsbüttel
Nachwuchsfeuerwehrmann Gabriel, acht Jahre alt, ist ein wenig aufgeregt. Denn gleich hat seine Gruppe, die Minifeuerwehr, beim Kinderfest der Freiwilligen Feuerwehr Fuhlsbüttel auf dem Gelände der Brandschützer am Fuhlsbütteler Damm 115 ihren großen Auftritt vor immerhin 800 Gästen. „Sie werden ein Feuer mit dem historischen Spritzenwagen löschen und müssen dazu eine Eimerkette bilden“, sagt Betreuer Karsten Denecke. Seit Mai 2014 gibt es eine Bambini-Abteilung bei den Fuhlsbütteler Floriansjüngern. 20 Mädchen und Jungen im Alter ab fünf bis zu zehn Jahren treffen sich jeweils einmal im Monat, um kennen zu lernen, „was die Großen bei der Feuerwehr leisten“, so Denecke. Dabei geht es hauptsächlich darum, „dass die Kleinen Selbstbewusstsein entwickeln. Und Spaß sollen sie auch haben“, so der Gruppenleiter. Fünf Minifeuerwehren – bei den Brandschützern in Sasel, Hohendeich, Groß Borstel, Bramfeld und eben bei den Fuhlsbüttelern – gibt es in Hamburg. Bereits seit 2013 haben die Freiwilligen Feuerwehren in der Hansestadt die Möglichkeit, die ganz Kleinen für den Hilfsdienst zu begeistern. „Dabei geht es uns darum, den Nachwuchs für die Feuerwehren zu sichern“, so Denecke. Das sei nicht einfach, „denn wir stehen in Konkurrenz zu den Sportvereinen. Der Ganztagsunterricht an den Schulen macht es auch nicht leichter.“

Große Nachfrage


Umso erfreulicher sei es, dass „seine“ Minifeuerwehr mittlerweile eine Warteliste mit 50 weiteren Kindern habe. Was macht den Reiz für die Jungen und Mädchen aus? „Ich finde die Technik toll und wie man Menschen helfen kann“, berichtet Gabriel. Sobald er zehn Jahre alt wird, will er unbedingt zur Jugendfeuerwehr. Genau wie Rupert, 10, der seit drei Tagen bei „den Größeren“ dabei ist und beim Fest eine wichtige Aufgabe hat. „Ich passe auf, dass sich niemand auf der Hüpfburg weh tut“, sagt er. Karsten Denecke hofft, dass sich die Begeisterung fürs Löschen und Retten von Rupert, Gabriel und den anderen Kindern hält, bis sie 18 Jahre alt werden. „Dann können sie in die Einsatztruppe der Freiwilligen Feuerwehr eintreten.“

Weitere Infos: FF Fuhlsbüttel
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