Fotoschau über Nachkriegsjahre

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Dr. Marlen von Xylander mit einem Bild, das Mädchen in Norderstedt in den 50er-Jahren zeigt Foto/ Repro: tj

Ausstellung im Stadtmuseum Norderstedt rückt das Schicksal der Kinder in den Mittelpunkt

Norderstedt Vor 70 Jahren, am 8. Mai, endete der vom nationalsozialistischen Deutschland verursachte Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation. Er hatte Leid, Tod und Zerstörung über unzählige Menschen in der ganzen Welt gebracht. Die Auswirkungen dieses Krieges bestimmten in weiten Teilen Europas noch lange das Leben der Menschen.
Gerade Kinder litten unter Hunger, desolaten Wohnverhältnissen, Kälte und Zerstörung. Um daran zu erinnern, zeigt das Stadtmuseum Norderstedt bis 28. Juni die Fotoausstellung „Kindheit in der Nachkriegszeit“. Seit Dezember vergangenen Jahres hat Kuratorin Dr. Marlen von Xylander dafür Fotografien gesammelt, insbesondere auch welche, die das Leben in Norderstedt zu dieser Zeit dokumentieren.

Einige wenige Bilder direkt aus Norderstedt


„Es gibt zahlreiche emotionale Fotografien“, sagt Dr. Marlen von Xylander. Der Großteil der Schwarz-Weiß-Fotos stammt aus der Sammlung des Hessen Michael-Andreas Wahle. Vermutlich sind die meisten Bilder von professionellen amerikanischen Fotografen und Bildberichterstattern aufgenommen worden. Sie wurden zufällig bei der Auflösung amerikanischer Kasernen in Deutschland gefunden.
Hinzu kommen eindrucksvolle Bilder aus dem Nachkriegshamburg, die eine Leihgabe des Staatsarchivs Hamburg sind. „Wir haben auch einige wenige Fotos direkt aus Norderstedt erhalten, allerdings sind die meisten dann erst ab 1952 aufgenommen worden“, ergänzt die Stadtmuseums-Leiterin. Die Bilder zeigen die Not und das alltägliche Leben der Kinder im zerstörten Nachkriegsdeutschland. „Doch immer wieder zeigt sich auch der Lebenswille, die Lebensfreude und die Neugierde sowie die Hoffnung der Kinder auf eine bessere Zukunft“, verdeutlicht Marlen von Xylander weiter.
Geöffnet hat die Ausstellung im Friedrichsgaber Weg 290 von Mittwoch bis Sonnabend von 15 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro), Kinder haben bis 12 Jahre freien Eintritt. An Feiertagen ist das Stadtmuseum geschlossen.
Norderstedter, die noch weitere Kinderfotos aus der Nachkriegszeit besitzen, können diese gerne mitbringen, sie werden zwar nicht in die Ausstellung integriert, aber gern archiviert. (tj)
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