Friedensbuch aus Hamburg

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Eine Seite aus dem geplanten Friedensbuch mit Nachbarn aus Fuhlsbüttel

Fuhlsbütteler Künstler sammelte erst Gesichter und jetzt Geld für den Druck

Hamburg. Dem Frieden ein Gesicht geben - mit dieser Idee startete Saeeid Dastmalchian vor drei Jahren seine Initiative „My face for peace“. Das Ziel: ein Buch mit Porträts von Menschen, die ein Zeichen für ein friedvolles und respektvolles Miteinander setzen wollen. Jetzt kam das Geld für den Druck zusammen.

Selbst mit 13 Jahren vor dem Iran-Irak-Krieg aus seiner iranischen Heimat geflohen, beherrscht das Thema Frieden seitdem das Leben und die Arbeit des in Fuhlsbüttel lebenden Künstlers. „Wenn Du globalen Frieden willst, fang mit Dir selber an“, sagt er. Mit dieser einfachen Botschaft erreichte er 10.000 Menschen aus über 120 Ländern. Nach eher schleppendem Beginn und einer Hacker-Attacke auf seine extra eingerichtete Internetseite kamen vor allem in den vergangenen zwölf Monaten täglich 20 bis 30 Bilder bei ihm an.

„Wenn Du globalen Frieden willst, fang mit Dir selber an.“ Saeeid Dastmalchian

Bilder, kurze Kommentare oder längere Botschaften luden die meisten in den vergangenen drei Jahren über seine Internetseite hoch. Einige ließen sich - wie mehrere Vereine und Initiativen in Langenhorn und Fuhlsbüttel - auch selbst von dem Künstler und seiner Frau Cordula für die Initiative fotografieren.
Damit das zirka 320 Seiten starke Buch gedruckt werden kann, griff der 44-jährige auf eine in Deutschland noch relativ unbekannte Idee zurück: Auf der Internetplattform www.startnext.com/myfaceforpeace konnten Unterstützer vorab ein Buch bestellen. Es gingen sogar mehr als die insgesamt benötigten 8.000 Euro für den Druck ein. Jetzt wird das Geld an den Künstler ausgezahlt, bald soll jeder Unterstützer sein Exemplar erhalten. Außer an die Besteller will Dastmalchian sein Friedensbuch vor allem auch an Personen mit Schlüsselfunktionen in der Welt verteilen. Regierungschefs wie Barack Obama oder Wladimir Putin sollen eines bekommen, aber auch Regierungsführer im Nahen Osten. Wenn möglich, will er die Übergabe mit einer Ausstellung verbinden, damit möglichst viele Menschen Bilder und Kommentare sehen. Damit hat er schon einmal gute Erfahrungen gemacht. Sein Buch „Träume leben“ wurde von einer Ausstellung im Hamburger Rathaus begleitet, später wurde die Ausstellung über erfolgreiche Hamburger Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund auch in St. Petersburg und Shanghai gezeigt. (now)
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