Fritz-Schumacher-Schule ausgezeichnet

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Carsten Israel, Kirsten Kausch und Hilde Vollmayr (v.l.) freuen sich, dass die Berufs- und Studienorientierung an ihrer Schule (großes Bild) erneut als außerordentlich erfolgreich ausgezeichnet wurde Foto: Krause

Stadtteilschule Langenhorn erhält erneut Preis für ihre „Berufs- und Studienorientierung“

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn
Schule im Wandel. Früher nahm im Winter Hausmeister Sprung am Eingang der Fritz Schumacher Schule den Jungen die Mütze ab, sollten sie das vergessen haben. Heute hängen dort Plaketten. „Den Vergleich mit denen an den Türen bayrischer Kuhställe lasse ich nicht gelten“ sagt Hilde Vollmayr, Bayerin und als Abteilungsleiterin 8-10 die Hauptverantwortliche für die berufliche Orientierung der Schüler. „Die Milchplaketten gibt es für Menge – wir sind für Qualität ausgezeichnet worden!“ Allerdings für eine Qualität, die sich, wenn auch nicht in Litern, genau messen lässt. Aber was genau ist „Berufs- und Studienorientierung“ und nach welchen Kriterien wird eine Schule als „vorbildlich“ identifiziert? „Schon lange vor dem zu erwartenden Schulabgang führen wir mit jedem Schüler Gespräche, um herauszufinden, welcher Berufswunsch besteht und welche Angebote am Ausbildungsmarkt vorhanden sind. Neben den zweimal drei Wochen Regelpraktika bemühen wir uns, jedem Schüler weitere Berufsorientierungen in Betrieben zu ermöglichen“, so Carsten Israel, „Übergangsmanager“ der liebevoll „Fritze“ genannten Schule.Die Berater des Jobcenters kommen hier ins Haus um gemeinsam mit den Schülern auszuloten, welche beruflichen Perspektiven sich nach der 10. Klasse ergeben. Kirsten Kausch, verantwortlich für die Sekundarstufe 1 ergänzt: „Natürlich sprechen wir auch ganz praktische Dinge an – wie sind die Verdienstmöglichkeiten, welche berufliche Weiterentwicklung gibt es und was erwartet der Arbeitgeber an schulischen Qualifikationen.“ Direkten Kontakt mit Ausbildungsbetrieben bietet die Messe „Betrieb und Schule“, die alle zwei Jahre gemeinsam mit der Stadtteilschule am Heidberg mit vielen Ausstellern verpflichtend angeboten wird. Ziel des ganz erheblichen zeitlichen Aufwandes ist, Schulabgänger nicht in eine Warteschleife zu entlassen, sondern direkte Übergänge in betriebliche oder schulische Ausbildung zu gewährleisten. Jedes Jahr und nicht nur im Rahmen eines besonderen Projektes. Seit 2004 – denn so lange schon wird die Auszeichnung vergeben – gehört die Fritz Schumacher Schule mit Spitzenwerten zu den prämierten rund 45 Schulen, die alle drei Jahre einer Rezertifizierung unterzogen werden. In diesem Jahr hat sie die Überprüfung erneut mit Bravour bestanden. Eine Kennzahl belegt das eindrucksvoll: von den Abgängern des Jahrgangs 10 kamen 60 Prozent direkt in weitere Ausbildung. Im Hamburger Durchschnitt erreichten das lediglich 37 Prozent.

Weitere Infos: Fritz-Schumacher-Schule
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