Füchtlingshilfe: „Wir haben es geschafft!“

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Letzter Runder Tisch Grellkamp: Nachbarn, ehrenamtliche Helfer und f&w-Mitarbeiterinnen trafen sich mit Stadtteilpastor Joachim Tröstler (v. r.) im Ansgar-Gemeindehaus Foto: Haas
Hamburg: Langenhorner Chaussee 266 |

Runder Tisch Grellkamp tagte zum letzten Mal

Waltraut Haas
Langenhorn
Hilfe für Geflüchtete: Mitunter war sie anstrengend oder auch belastend, wenn Menschen ankamen, traumatisiert von Krieg, Terror und riskanter Flucht. „Aber wir haben es geschafft.“ So lautete die Bilanz von Stadtteilpastor Joachim Tröstler, der am vergangenen Donnerstag den letzten Runden Tisch Grellkamp moderierte. Wie berichtet, schließt die Erstaufnahme am Grellkamp zum Monatsende. Zuvor ließen Nachbarn und freiwillige Helfer zwei ereignisreiche Jahre Revue passieren: Aus der leer stehenden Schule im Sommer 2015 wurde eilends eine Unterkunft für bis zu 800 Flüchtlinge (das Wochenblatt berichtete). Bald darauf entwickelten Nachbarn eine überwältigende Hilfsbereitschaft. Jung und Alt machten mit, in der Kleiderkammer etwa, sie betreuten Kinder, gaben Deutschkurse, halfen bei Behördengängen oder organisierten Feste.

Kommunikation statt Gemecker

Anwohner betonten, wie sehr ihnen der Runde Tisch dabei geholfen habe. „Jeder wurde hier ernst genommen. Scheu und Sorgen lösten sich auf, sobald wir mit den Bewohnern bekannt wurden.“ Sie denke oft an die erste Anwohner-Information, als es in der Ansgar-Kirche brodelte, wo Besucher ihren Unmut lautstark und pöbelnd äußerten, sagte eine Nachbarin. „Unsere Bedenken wurden aber alle im direkten Kontakt ausgeräumt: großes Kompliment ans Team von Fördern & Wohnen.“ Diana Lagat und Monika Spielberger von Fördern & Wohnen (f&w) lobten den guten Kontakt zu Nachbarn und die hervorragende Kooperation mit den freiwilligen Helfern. Nach der Bilanz kam „ein großes Dankeschön“ von Leiterin Lagat. „Danke für die vielen konstruktiven Dialoge im Sinne der Flüchtlinge.“ Einig waren sich die Teilnehmer, dass es für Freiwillige auch weiter genug zu tun gäbe. Nach dem Auszug aller Bewohner, möglichst in nahe Folgeunterkünfte, sei weiter etwa Hausaufgabenhilfe für Schulkinder gefragt. Familien und junge Männer brauchen Tipps für die Wohnungssuche und für die Vermittlung in Jobs oder Ausbildung.

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