Für mehr Sicherheit in Fuhlsbüttel

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Der Fahrradweg am Erdkampsweg ist von Autos dauernd zugeparkt Foto: Thiele

Eine Lücke im Verkehrsnetz macht Schul- und Kitawege unsicher

Von Ulrich Thiele
Fuhlsbüttel
Auf Antrag von Grünen und SPD beschloss der Regionalausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Nord vorige Woche, am Erdkampsweg in Fuhlsbüttel mehr Schulwegsicherheit zu gewährleisten. Grund für den Antrag ist eine Lücke im Verkehrsnetz. Obwohl aufgrund der Sanierungsarbeiten zwischen dem Bahnhof Barmbek und Ohlsdorf bis hin nach Fuhlsbüttel und Langenhorn neben der Fuhlsbüttler Straße auch Teile des Erdkampswegs fahrradfreundlich gestaltet werden konnten, befindet sich im mittleren Teil der Hauptverkehrsstraße eine Lücke von 700 Metern. In diesem Bereich zwischen Wacholderweg und Langenhorner Chaussee befinden sich zwar Fahrradwege auf den Bürgersteigen, doch die sind nicht mit den Sicherheitsstandards der separaten Fahrradspuren im sanierten Bereich zu vergleichen: Sie sind nur 80 Zentimeter breit, häufig zugeparkt und in einem schlechten Zustand. Hinzukommend befinden sich in dem Abschnitt drei Kitas und das Gymnasium Alsterdorf, dessen Elternrat sich bereits mit dem Anliegen an die Bezirkspolitik wandte. Thorsten Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, erläutert diesbezüglich: „Wie bei allen anderen Schulen auch, gelangen viele Schülerinnen und Schüler mit dem Rad zur Schule. Gerade die jüngeren unter ihnen fahren aber kaum auf der Fahrbahn, sondern nutzen oft den maroden, viel zu schmalen Radweg. Dann sind sie aber an der Einmündung von der Fahrbahn aus praktisch unsichtbar hinter parkenden Fahrzeugen verborgen – das birgt ein immenses Unfallrisiko! Wir unterstützen deshalb die Forderung des Elternrats der Schule, die Sicherheit am mittleren Erdkampsweg zu verbessern, nach Kräften.“
Um langfristig die Menschen davon zu überzeugen, das Fahrrad anstelle des Autos zu nutzen, seien attraktive Radverkehrsanlagen erforderlich. Deswegen solle zumindest geprüft werden, ob Radfahrstreifen oder notfalls auch Schutzstreifen auf der breiten Fahrbahn am Erdkampsweg eine Lösung zur Schließung der Lücke wären. Birgit Kuschmierz-Mahlstedt, Leitern der Kita St. Lukas gegenüber vom Gymnasium Alstertal, würde die Veränderungen begrüßen, zumal ihre Kita im Dienste des ökologischen Bewusstseins steht: „Dieser Teil des Erdkampswegs ist eine Katastrophe für jeden Radfahrer und in einem gefährlichen Zustand. Und auf die Straße kann man auch nicht ausweichen, weil die Autofahrer keine Rücksicht nehmen. Langenhorn ist ein Autofahrer-Stadtteil. Von 60 Kindern meiner Kita werden nur 20 Prozent mit dem Fahrrad oder zu Fuß gebracht. Dadurch lernen sie viel zu spät, wie sie sich auf Fuß- und Fahrradwegen zu verhalten haben. Den Erdkampsweg fahrradfreundlich zu gestalten und die Leute von den Autos weg auf die Fahrräder zu bewegen halte ich deswegen für sehr erstrebenswert“, so Kuschmierz-Mahlstedt.
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