Gastfreundschaft – aber nicht für Rollstuhlfahrer

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Hamburg: Eiscafé Vlora |

Nach unserem Marktbesuch am 16. 06. 15 noch rasch eine Erfrischung im Eiscafé "Vlora". Schön war das Wetter und es hätte so bleiben können – wenn der Besitzer des Eiscafés uns, drei Rollstuhlfahrer/innen, nicht vertrieben hätte.

Wie oft am Dienstag trafen wir uns zufällig am Langenhorner Markt. Vor dem Eiscafé rückten wir die Stühle beiseite, während der Besitzer verdrießlich in der Ecke hockte, den Kopf schüttelte und uns, statt behilflich zu sein, beim Stühlerücken beobachtete. Wenig später kam er auf uns zu und machte uns unmißverständlich klar, dass wir dienstags nicht erwünscht seien. "Warum behandeln Sie uns so", versuchte meine Lebensgefährtin die Situation zu klären. "Ach, hau'n Sie doch ab", bekam sie von dem Besitzer zu hören.
In den 32 Jahren in Langenhorn habe verschiedene Besitzer des Eiscafés kommen und gehen sehen. Nie ist meinen Freunden und mir am Langenhorner Markt ein ebenso dummes und arrogantes wie diskriminierendes und behindertenfeindliches Verhalten geboten worden. Während die Bedienung sich auch in Streßsituationen ausnahmslos freundlich zeigt, war der Besitzer des Eiscafés Vlora das genaue Gegenteil. Hat er vergessen, was er seinen Gästen verdankt? Hat er die Gastfreundschaft verlernt? Ziemlich dumm, für einen Geschäftsmann.
Uns jedenfalls war der Tag verdorben. Noch lange klang das Gefühl nach, Menschen zweiter Klasse zu sein.
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