Gedenkstein für Hamburgs "Hexen"

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Dr. Beate Backhaus (v. l.), Dr. Rita Bake und Marion B. Eggers vom Vorstand des „Gartens der Frauen“ setzten sich für das Gedenken an die Hexenverfolgung ein Foto: Krause

Am Sonntag ist Einweihung im Garten der Frauen mit der Zweiten Bürgermeister Katharina Fegebank

Ohlsdorf Die Hexenverfolgungen, die vom 13. bis ins 18. Jahrhundert in Europa und auch in Nordamerika bis zu 60.000 Menschen einen grausamen Tod brachten, fanden auch in Hamburg statt.
In der Hansestadt erging das erste Todesurteil im Jahr 1444. Bis 1642 starben mindestens 40 weitere Opfer. Etliche Städte und Gemeinden haben die Opfer nicht nur ausdrücklich rehabilitiert, sondern ihnen auch Gedenksteine- und Tafeln gesetzt. Diesen Brauch nimmt der „Garten der Frauen“ auf. Der Stein wird in Anwesenheit von Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank eingeweiht. Damit wird nun auch in Hamburg an die Opfer einer überwiegend geschlechterspezifischen Verfolgungswelle erinnert.
Die Ermordung von Frauen, Männern und sogar Kindern war ein Zusammenspiel von religiöser Verblendung, willfährigen Juristen und Habgierigen, die sich am Besitz der Opfer bereicherten. Sowohl Luther als auch der Schweizer Reformator Calvin glaubten an Hexen und befürworteten deren Vernichtung. (fjk)

Sonntag, 7. Juni, 14 Uhr, Friedhof Ohlsdorf, „Garten der Frauen“ nahe dem Wasserturm, Cordes-Allee
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