Grellkamp schließt seine Pforten

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Diana Lagat zieht eine positive Bilanz ihrer Arbeit in der Unterkunft Grellkamp Foto:wh
Hamburg: Grellkamp |

Diana Lagat bilanziert Flüchtlingsarbeit in Langenhorn

Waltraut Haas
Langenhorn
Tausende Asylsuchende kamen im Sommer 2015 nach Hamburg und brauchten Obdach. Drei Tage, nachdem die Schule am Grellkamp schloss, wurde sie zur Erstaufnahme: zunächst für 400, später für bis zu 800 Menschen. Ende des Monats wird die Unterkunft nun geschlossen (das Wochenblatt berichtete). Für Diana Lagat, 39, eine große Aufgabe, die sie mit einem wachsenden Mitarbeiter-Team stemmte. „Anfangs hatten wir zwar das Gefühl, wir hätten nicht genug Hände“, erzählt die gebürtige Kenianerin. Zu fördern & wohnen (f&w), dem Träger der Einrichtung, kam sie 2015 zunächst als Sozialmanagerin – im Juni 2016 übernahm sie die Leitung der Unterkunft. „Wir mussten eben enorme Herausforderungen bewältigen, bis alles lief“, erklärt die Soziologin. Sprachbarrieren waren zu überwinden, die Infrastruktur des Schulgeländes musste erst an die Grundbedürfnisse der Menschen angepasst werden. Etwa die viel zu kleine Mensa: Ein großes Speisezelt als zentraler Ort, an dem sich die Bewohner täglich begegnen konnten, sorgte für eine räumliche Entspannung.

Tolles Teamwork

Das Lob der Nachbarn für den guten Dialog gab Diana Lagat schon beim letzten „Runden Tisch“ zurück. „Alle haben mitgewirkt am sozialen Frieden“, betont sie auch jetzt: Der Caterer, der das gute Essen lieferte, die staatliche Unterstützung, die Kinderbetreuung des DRK und die Einschulung sowie Integrationsklassen der Stadtteilschule am Heidberg, beide vor Ort, in der Unterkunft. Dann viele ehrenamtliche Initiativen: „Alle sorgten für ein gedeihliches Miteinander.“ Nicht zuletzt die Mitarbeiter: „Wir hatten hier ein tolles Teamwork und nutzten die Chance, etwas sinnvolles zu machen“, resümiert die sympathische Netzwerkerin. Und ihre Zukunft? „Es gibt so viele Möglichkeiten, Menschen sinnvoll zu begleiten.“ Diana Lagat, die f&w-Angestellte bleibt, lächelt zuversichtlich.

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