Grüner Wanderweg in die Hamburger City

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Der Weg ist schon vorhanden, die Gehölze ebenfalls. Ab Oktober soll der Weg ausgebaut werden Foto: Kuchenbecker
 
Der neue Wanderweg entsteht parallel zum Stockflethweg vom Bahnhof Ochsenzoll bis zum Foßberg Foto: Kuchenbecker

Grünwegverbindung soll künftig von Ochsenzoll bis in die Innenstadt führen

Von Nicole Kuchenbecker
Langenhorn
Rund 750 Meter lang wird er sein, der neue Wanderweg, der ab Oktober südlich der Autowelt Wichert entlang der Bahngleise entstehen soll. Damit schließt sich das letzte noch offene Stück der Grünwegverbindung vom Ochsenzoll bis in die Innenstadt. „Wir freuen uns“, sagt Thomas Kegat, Bezirksabgeordneter und Sprecher der SPD-Fraktion des Regionalausschusses. Damit schließe sich das letzte Stück des Wanderwegs vom oberen Teil Langenhorns bis in die Innenstadt. „Diese Baumaßnahme ist im Hinblick auf die Stadtentwicklung wichtig. Sie ist ein Baustein des zukünftigen B-Plans Langenhorn 68“, so der Politiker Es sei ein Geben und Nehmen. Man habe der Firma Auto Wichert die Expansion am Standort Stockflethweg ermöglicht und bekomme dafür nicht nur Arbeitsplätze und ein attraktives Nachversorgungsangebot, sondern auch die nun kommende Grünwegeverbindung, sagte der Bezirksabgeordnete weiter. Bislang ist der Weg entlang der U-Bahn-Linie 1 von der Langenhorner Chaussee bis zur Straße Foßberger Moor nicht offiziell öffentlich, aber auch nicht abgesperrt. Wo Privatgelände beginnt, ist nicht erkennbar. Zwischen Autowelt und Bahnhof, entlang des Arkadengang, streift der Spaziergänger verschiedene Gehölze einerseits, während auf der anderen Seite Autos auf ihre Reparatur warten. Es geht über Teilstücke von Bahngleisen, entlang im Zickzack-Kurs durch ein kleines Wäldchen bis man nach gut 750 Metern an einen großen Wendehammer kommt. An der Bahnbrücke Foßberger Moor ist bislang kein weiterkommen. Der idyllisch wirkende Weg soll jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dazu wird Wichert die Kosten der Baumaßnahme, die im Oktober beginnen und bis März 2017 andauern werden, tragen. Dazu Thorsten Schmidt, Bezirksabgeordneter (Grüne) und Mitglied im Regionalausschuss: „Der Wanderweg stellt eine attraktive Wegeverbindung dar. Wir begrüßen auch, dass im Zuge des Wegebaus Maßnahmen zur Förderung der wertvollen Trockenrasen geplant sind. Außerdem werden eine ganze Reihe heimischer Gehölze wie Weißdorn und Holunder gepflanzt und Rückzugsorte für Tiere wie Eidechsen und Amphibien geschaffen.“ Im jüngsten Regionalausschuss hatten sich die Mitglieder darauf verständigt, dass der neue Wanderweg barriefrei, mit Sitzbänken ausgestattet, beleuchtet und auch für die Tierwelt interessant gestaltet werden sollte. Shahram Nikpur vom Kleta Architekten stellte als vertretender Bauleiter den „Wichert-Wanderweg“ genauer vor. So entstehe derzeit ein zwei Meter hoher Schalschutzzaun zum autohauseigenen Betriebshof. Die Anwohner zum zukünftigen Wanderweg seien allerdings von dieser Maßnahme ausgeschlossen. Da der Weg in „Schwunglinien“ verlaufe, grenzt er in unterschiedliche Entfernung an die einzelnen Häuser. Hier ist bislang nur die Pflege der vorhandenen Bepflanzung geplant. Damit der neue Weg auch von Rollstuhlfahrern, Menschen mit Rollatoren oder auch Eltern mit Kinderwagen genutzt werden kann, ist eine aufwendige Rampenanlage geplant, deren Ende mit einer Sperre versehen sein wird, um die Unfallgefahr zu minimieren.
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