Hamburg Airport Cargo Center: „Pünktlich und sicher“

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Michael Eggenschwiler (Geschäftsführer Hamburg Airport), Johan P. Schryver (Verein Hamburger Spediteure) und Staatsrat Dr. Rolf Bösinger (v.l.) im neuen Frachtzentrum Foto: Nowatzky

Neue Arbeitsplätze für 450 Beschäftigte in Fuhlsbüttel

Von Stefanie Nowatzky
Fuhlsbüttel
Im neuen Frachtzentrum des Hamburg Airport ist noch jede Menge Luft noch oben – der über 50 Millionen Euro teure Neubau am Weg beim Jäger kann bis zu 150.000 Tonnen Fracht jährlich aufnehmen und damit weit mehr als das Doppelte der 2015 über den innerstädtischen Flughafen abgewickelten Fracht. In dieser Woche geht das Hamburg Airport Cargo Center (HACC) in Betrieb. Dr. Rolf Bösinger, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, bescheinigte dem neuen Zentrum: „Das Center macht den Logistik Standort Hamburg noch attraktiver.“ Hamburg sei einer der bedeutendsten Logistikstandorte Europas und mit dem HACC sollen die Güter schneller und moderner als bisher auf den Weg gebracht werden. Mit 50 Unternehmen als Mieter der 20.000 Quadratmeter großen Halle, ist das HACC bereits komplett vermietet. Viele Unternehmen hatten den Ersatz des rund 60 Jahre alten Frachtzentrums bereits seit langem gefordert. Johan P. Schryver, Vorsitzer des Vereins Hamburger Spediteure: „Jetzt kann auch wieder mehr Luftfracht über Hamburg abgewickelt werden.“ In den vergangenen Jahren hatte sich die Enge des alten Zentrums auch in den Zahlen widergespiegelt. 2014 musste der Flughafen ein Minus von 14 Prozent beim Frachtumschlag hinnehmen.

Standort Hamburg soll aufholen


Während in Frankfurt als größtem deutschen Flughafen viele reine Frachtmaschinen abfliegen, wird in Hamburg die Fracht vor allem im Bauch der Passagiermaschinen befördert. Bundesweit wurde 2015 Fracht für 234 Milliarden Euro mit Flugzeugen transportiert – davon die Hälfte im Laderaum von Passagierjets wie in Hamburg. Besonders teure Frachtgüter werden von Spediteuren gerne per Flugzeug befördert. Die Luft-Hafen-Umschlag GmbH LHU ist mit 72 Mitarbeitern größter Mieter des neuen Zentrums. Ihr Geschäftsführer Dr. Jürgen Vogt hat die Fläche mit Laderampen, Hochregallager und Sonderlagerräumen auf Zuwachs angemietet. Er sagt: „Luftfracht ist sicherer und pünktlicher als Straßenverkehr.“ Für das neue Frachtzentrum wurde ein Tunnel unter der Straße Weg beim Jäger gebaut, denn die Fracht soll künftig schneller vom LKW bis ins Flugzeug kommen. Von einer der 44 Laderampen werden die Güter im HACC angeliefert, mit dem Gabelstapler in die Halle transportiert und dort kontrolliert. Für „nicht sichere“ Ware steht ein großes Röntgengerät bereit. Erst wenn der Luftsicherheitskontrolleur sein OK gibt, wird die Fracht für den Transport vorbereitet – die Kisten müssen fest verzurrt, gegen Nässe geschützt und gewogen werden, bevor sie auf der anderen Seite der Halle der Bodenabfertigung des Flughafens übergeben werden. Von hier geht es durch den Tunnel direkt aufs Vorfeld und zum Frachtraum der Jets. Vor allem Flugzeug- und Schiffsersatzteile, aber auch Textilien, Medizintechnik, Chemie und Pharmaprodukte werden über Hamburgs Flughafen abgewickelt.
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