Hamburger Pastoren-Paar verlässt Langenhorn

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Das Pastoren-Ehepaar Antje Grambow und Oliver Spies verabschiedet sich Foto: Krause

Oliver Spies und Antje Grambow arbeiten künftig in St. Gertrud Gemeinde in Harvestehude

Langenhorn „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, sagt Antje Grambow, die sich mit Ehepartner Oliver Spies rund acht Jahre eine Pastorenstelle in der seit März 2009 fusionierten Bindestrichgemeinde teilte. „Aber die bevorstehende Um- beziehungsweise Einschulung unserer Kinder schien uns der richtige Zeitpunkt zu sein, zu neuen Ufern aufzubrechen.“ Nachdem der Kirchengemeinderat der St. Gertrud Gemeinde das Paar am 19. Juli gewählt hatte, werden sie nun Langenhorn verlassen. Vom Stadtrand geht es zum geographischen Mittelpunkt Hamburgs – auf die Uhlenhorst. Was die Anzahl der Gemeindemitglieder anbelangt, ist das nur eine geringfügige Veränderung. Betreuen sie in Langenhorn gemeinsam mit Pastor Wolfgang Peper 4.603 (2014) Gläubige, so sind es dort 4.690 (2014). Auch der prozentuale Anteil der evangelischen Christen mit 27 Prozent in Langenhorn und 28 Prozent bei St. Gertrud ist fast identisch. „Wir haben hier erlebt“, so Oliver Spies „dass die 12.000 Menschen rund um den Käkenflur unsere Kirche durchaus als ideellen Mittelpunkt der Wohnanlage empfinden, selbst wenn sie keine kirchlichen Bindungen haben.“ Und seine Frau ergänzt: „Das dürfte auch daran liegen, dass wir die Räume hier immer für alle Initiativen und Gruppierungen im Stadtteil geöffnet haben.“ Das Resümee lautet: „Nicht jeder geht in die Kirche – aber es gibt Lebenssituationen, in denen Menschen froh sind, sich von außen an die Kirchmauer lehnen zu können.“ Mauern oder Gemäuer werden es sein, die den Wechsel kaum krasser ausfallen lassen. St. Gertrud ist eine der schönsten neugotischen Kirchen der Stadt. Die mit der Siedlung um den Käkenflur entstandene Zachäus Kirche mutet auf den ersten Blick wie ein Mehrzweckraum mit bunten Fenstern an. „Gerader dieser Raum bietet besondere Gestaltungsmöglichkeiten“, lobt Pastorin Grambow den Kirchenraum, „und wir sind froh, dass durch kluge Zukunftsprojekte der Erhalt des Ensembles gesichert wurde“. Das scheidende Paar sieht Langenhorn deutlich im Aufwind und ist davon überzeugt, dass alle Teile davon profitieren werden. Am 1. November wird es seinen Dienst an St. Gertrud antreten, freut sich aber zuvor darauf, bei der Verabschiedung möglichst viele Gemeindemitglieder und Nachbarn zu begrüßen. (fjk)

Sonntag, 2 Oktober, 16 Uhr: Entpflichtung und Verabschiedung durch Propst Martin Vetter. Danach bittet die Gemeinde zu einem kleinen Empfang
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