Helmut Schmidt verstorben - Tage der Trauer auch im Hamburger Stadtteil Langenhorn

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Zahllose Langenhorner, aber auch Ortsfremde, gedachten des früheren Senators, Ministers und Bundeskanzlers, der, so berichten viele, Zeit seines Lebens seiner Heimat und seinen Nachbarn verbunden blieb. Foto: Biehl
Langenhorn. Am Nachmittag des 10. November 2015 ist Helmut Schmidt in seinem Langenhorner Wohnhaus im Neubergerweg 80-82 verstorben. Nirgends schien in der vergangenen Woche die Trauer greifbarer als an seinem Wohnort.

Seit die Nachricht vom Tode des früheren Bundeskanzlers am vergangenen Dienstag Nachmittag kursierte, riss der Strom der Menschen nicht ab, die zum Neubergerweg pilgerten, Wachslichter entzündeten, Blumen niederlegten, manchmal eine Karte, einen Brief beilegten oder auch einfach nur innehielten, nachdenklich, ergriffen.

Hier lebte nicht nur der Staatsmann, der Geschichte geschrieben hat. Hier lebte auch der Nachbar. Der Herr Schmidt von nebenan. Der zu Fuß zum Einkaufen zur nahen Ladenzeile ging, mal mit, mal ohne Loki. Der sich Staatsgäste nach Hause einlud, und der trotzdem stets freundlich Grüße erwiderte, sich auch mal auf ein Schwätzchen über‘n Gartenzaun einließ.
„Tschüß Helmut Schmidt Danke für Dich“ hat der sechsjährige Anthony auf ein Papierherz geschrieben. Es hängt mit 24 anderen an bunten Bändchen am Jägerzaun vor Schmidts Haus. Die Klasse 1a der Grundschule Neubergerweg hatte sie am Mittwochmorgen gebastelt und hingebracht.
Die Herzen werden vergehen, wie auch die Blumen und die Kerzen. Die Erinnerung an den Nachbarn und Staatsmann Helmut Schmidt wird bleiben. (bcb)
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