Hotel Tomfort nur noch Schutt

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Nur noch das Biergartenschild erinnert an das Hotel Tomfort Foto: Haas

Hoffen auf Aldi, Lidl und Co: Versorgungsnotstand rund um den Käkenhof befürchtet

Von Waltraut Haas
Langenhorn
Freie Sicht für die Anwohner am Käkenkamp bis zur Langenhorner Chaussee. Die Abrissgeräte haben ganze Arbeit geleistet, das Hotel Tomfort ist Geschichte. Wie bereits berichtet, hatte Besitzer Wolfgang Kühn seinen Betrieb schon zu Jahresbeginn eingestellt. Nur ein altes Biergartenschild erinnert noch an vergangene Tage. Während Bagger den angefallenen Bauschutt für den Abtransport zerkleinern und zusammenschieben, zögert Aldi Nord derzeit mit Informationen: Angesichts einer „komplexen Entwicklung“ könnten aktuell noch keine Details mitgeteilt werden. Die im März erteilte Baugenehmigung für die Filiale auf dem Tomfort-Gelände war vom Bauauschuss des Bezirks Nord an den Bau von 15 Wohnungen gekoppelt worden. Auch die von Bezirksamtsleiter Harald Rösler geforderte „verkehrsverträgliche Lösung“ steht noch aus. Nachbarn rätseln unterdessen weiter, ob die Zufahrt zum künftigen Aldi-Gelände über das Tückobsmoor oder den Käkenkamp führen wird, was Einzelhausbesitzer der Umgegend missbilligen würden. Doch die meisten Anwohner im Viertel begrüßen den Aldi-Neubau. Denn die Nahversorgung ist seit der Schließung des Markant-Supermarkts Ende 2015 vor allem für Fußgänger rund um den Käkenflur mehr als dürftig – den zusätzlichen Bedarf der neuen Bewohner im benachbarten Oxpark nicht eingerechnet. Sogar von „Versorgungsnotstand“ ist die Rede. „Das Quartier braucht dringend eine vernünftige Nahversorgung. Ob Lidl, Aldi oder Edeka ist eigentlich egal. Auch ein Bäcker, Blumenladen und vielleicht auch noch ein gutes Restaurant wäre ideal“, bringt es ein Anwohner in seinem Schreiben an die Bürgerinitiative Käkenkamp die Stimmung auf den Punkt. Die Initiative aber spricht sich immer noch dagegen aus: Mit einem Supermarkt solle hier doch nur „explizit der Autoverkehr abgegriffen werden“. Mit Fahrrädern seien bestehende Supermärkte im Umkreis von drei Kilometern im Ubrigen gut zu erreichen. Ob das allerdings im Sinne der betagten Mitbürger ist, die in dieser Gegend wohnen, kannbezweifelt werden.
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