HVV weiter auf Rekordkurs

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HVV-Bilanz: Die Zahl der Betrugsfälle bei Abo-Karten steigt Foto: Hamburger Verkehrsverbund

Aber auch immer mehr Betrugsfälle bei Abo-Karten

Hamburg Die Fahrgastzahlen des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) haben 2015 ein neues Rekordniveau erreicht. 748,6 Millionen Fahrgäste in den Bussen, Bahnen und Fähren im HVV bedeuten gegenüber 2014 einen Zuwachs um 1,4 Prozent, beziehungsweise 10,3 Millionen Fahrgäste. Die mehr als 30 im HVV organisierten Unternehmen nahmen 29,5 Millionen Euro (3,9 Prozent) mehr ein. Rund 16 Millionen Euro stammten aus der Tarifsteigerung von 2,6 Prozent Anfang 2015, 14 Millionen aus mehr Nachfrage.Die gestiegenen Flüchtlingszahlen hätten für eine Sonderkonjunktur gesorgt, räumte HVV-Geschäftsführer Lutz Aigner ein. Bislang wurden für Flüchtlinge 14.000 Mobilitätskarten ausgegeben. Die Karte ermöglicht Neuankömmlingen freie Fahrt im Großbereich Hamburg und kostet 29 Euro. Rechnet man Asylbewerber hinzu, summierten sich die zusätzlichen Einnahmen auf 6,9 Millionen Euro, sagte Aigner. Die Fahrgeldeinnahmen im HVV erhöhten sich 2015 um 3,9 Prozent, beziehungsweise 29,5 Millionen Euro auf 785,2 Millionen Euro. Doch die positive Bilanz hat auch Schattenseiten. So wird jede dritte HVV-Jahresersatzkarte für einen Betrug verwendet. Dadurch entstehe laut Aigner ein jährlicher Schaden von rund zehn Millionen Euro. Von sofort an will der HVV mithilfe eines Computerprogramms und dem Einsatz von Lesegeräten verstärkt gegen diese Betrugsmasche vorgehen. Jedes Jahr werden rund 40.000 Ersatzkarten ausgegeben. Jeder Inhaber einer regulären Jahreskarte bekommt nach HVV-Angaben anstandslos eine Ersatzkarte, wenn er die Hauptkarte als verloren meldet. Rund 13.000 Kunden gäben dann allerdings eine der beiden Karten offenbar an Familienmitglieder oder im Freundeskreis weiter. Der Schaden pro Karte könne auf diese Art bis zu 1.000 Euro betragen. (to)
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J. Stender aus Wandsbek | 07.04.2016 | 21:32  
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