Ideen für Neubürger

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Nadja Prange (M.) hat den offenen Arbeitskreis ins Leben gerufen, der den Flüchtlingen in der geplanten Unterkunft Kiwittsmoor die Eingewöhnung erleichtern soll Foto: Biehl

Freiwillige wollen Flüchtlingen Eingewöhnung erleichtern

Langenhorn Die Flüchtlinge sind noch gar nicht da, aber sie haben schon Unterstützer. Eine Gruppe von Bürgern hat sich vorgenommen, ihnen die Eingewöhnung so weit wie möglich zu erleichtern. Gemeint sind die rund 600 Menschen, die ab dem 23. September nach und nach in die Unterkunft am Kiwittsmoor einziehen werden. Zurzeit ist das Pavillondorf noch im Bau.
Auf einem ersten Treffen in der Zachäus-Kirche erschienen jetzt rund 20 Freiwillige. Die Initiative zu diesem Treffe hatte Nadja Prange ergriffen. „Ich wollte etwas machen, und dann habe ich recherchiert, wo im Bezirk Nord Unterstützung gebraucht wird“, sagt die 44-jährige Hummelsbüttlerin.
Nach einem ersten Runden Tisch, den Fördern und Wohnen und das Bezirksamt Hamburg-Nord kürzlich veranstaltet hatten, kam ihr die Idee, nicht zu warten, bis die ersten Flüchtlinge eingetroffen sind, sondern schon mal einiges vorzubereiten.
Damit entsprach sie offenbar dem Wunsch vieler Langenhorner. Während Kleiderkammer, Deutschunterricht und Behördenbegleitung mittlerweile zum Standard-Repertoire der Ehrenamtler gehören, kamen aus dem Kreis der Teilnehmer sogleich weitere enthusiastische Ideen.
Begrüßungs-Flyer sind bereits in Arbeit. Gärtnereien sollen angesprochen werden, die die kahlen Container mit Blümchenspenden aufhübschen könnten. Religiöse Bücher sollen bei der Moschee erbeten werden und zum Zuckerfest Nasch-Tüten für die Kinder gepackt werden – mit Leckereien, die auch Muslime verzehren dürfen. Ein Teilnehmer klärt derzeit, ob die künftigen Bewohner kostenloses Wlan nutzen können. Außerdem sollen Bälle und Dreiräder sowie weiteres Kinderspielzeug gesammelt werden. Nur Räume zum Lagern von Sachspenden müssen noch her.
Unter den Teilnehmern waren auch einige Lokalpolitiker, so die Bürgerschaftsabgeordnete Ulrike Sparr und die frühere Abgeordnete Martina Gregersen (Grüne), Hartwig Olszewski von der Piratenpartei und Petra Sellenschlo vom Ortsverband der CDU. Die Arbeitsgruppe ist offen für weitere Teilnehmer und natürlich Ideen. (bcb)

Zur unkomplizierten Kontaktaufnahme hat die Initiative die Mailadresse willkommen-kiwittsmoor@gmx.de eingerichtet
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