In Hamburg-Nord startet die Woche des Gedenkens

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Diese Skulptur von Ida Ehre steht in den Hamburger Kammerspielen Foto: wb

Zentrale Feierstunde ist am 27. Januar im Großen Sitzungssaal des Bezirksamtes

Hamburg-Nord Zum Auftakt der jährlichen Woche des Gedenkens gibt es wieder eine zentrale Feierstunde der Bezirksversammlung. Termin ist am Mittwoch, 27. Januar, um 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Robert-Koch-Straße 17. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Zeitzeugin Marione Ingram, die den Feuersturm über Hamburg erlebt hat und aus ihrem Leben berichten wird.In der Langenhorner St.-Jürgen-Kirche wird an die verstorbene Jüdin Ida Ehre erinnert. Die in Mähren geborenen Schauspielerin, Regisseurin und Theaterleiterin war Tochter eines Oberkantors. Nach dem Schauspielunterricht in Wien kam sie 1930 ans Lessing-Theater in Berlin. Die Nationalsozialisten belegten sie 1933 mit einem Berufsverbot. Der Versuch, mit ihrer Familie nach Chile zu emigrieren, misslang kurz vor der Ankunft. Sie und die Tochter wurden im Frauenlager Fuhlsbüttel inhaftiert. Nach Kriegsende gründete Ida Ehre die Hamburger Kammerspiele, die sie bis zu ihrem Tod 1989 leitete. Brechts „Mutter Courage“ gehörte zu ihren unvergessenen Rollen. In ihrer Biographie „Gott hat einen größeren Kopf, mein Kind“ schildert sie ihren langen und reichen Lebensweg. Pastor Wolfgang Peper hat die Wiener Historikerin Sandra Wachtel eingeladen. Sie erinnert mit Bild- und Tondokumenten an die erste Ehrenbürgerin der Stadt Hamburg. (wb)

Gedenkfeier: Mittwoch, 27. Januar, 18 Uhr, Bezirksamt.
Ida Ehre-Vortrag: Freitag 29. Januar, 15 bis 17 Uhr, St. Jürgen, Gemeindesaal, Eichenkamp 10
Weitere Infos: Woche des Gedenkes 2016
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