Kaum Ideen für Grellkamp

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Bis September wird die Schule als Erstaufnahmeeinrichtung fungieren. Was dann passiert, ist bislang unklar Foto: nik
Hamburg: Grellkamp 40 |

Flüchtlinge ziehen aus: Bezirkspolitiker wollen Leerstand in Langenhorn verhindern

Von Nicole Kuchenbecker
Langenhorn
Die Flüchtlingszahlen in Hamburg sinken weiter. Viele Erstaufnahmeeinrichtungen wurden bereits geschlossen. Auch die frühere Stadtteilschule Grellkamp wird ab Oktober nicht mehr als Unterkunft genutzt. Über die Anschlussnutzung wird nun gestritten. Doch was wird aus der jüngst für rund zwölf Millionen Euro sanierten Stadtteilschule? Ab Oktober wird sie leer stehen, denn ein Konzept zur Nachnutzung gibt es bislang nicht. Das wollen die Kommunalpolitiker von SPD und CDU nicht hinnehmen.

Keine konkreten Pläne

Konkrete Pläne gibt es noch nicht, Ideen hingegen viele. Was aus dem Schulkomplex am Grellkamp nach Auszug der letzten Flüchtlinge werden wird, ist derzeit völlig ungewiss. „Mit der Aussage, alles sei noch völlig offen, kann ich nichts anfangen“, sagt die SPD-Bezirksabgeordnete Martina Schenkewitz. Und auch Nizar Müller, CDU, will einen Leerstand nicht hinnehmen: „Der Verfall ist schnell da, wenn man sich nicht darum kümmert.“ Ein Rundschreiben aus der Innenbehörde informiert kurz und knapp, dass zum 30. September die Erstaufnahmeeinrichtung Grellkamp 40 außer Betrieb genommen wird. Dazu sei es erforderlich, dass alle Beteiligten wie beispielsweise Ehrenamtliche, frühzeitig, also zwei Monate im Vorfeld, über den Prozess informiert werden.

Sporthalle für Reha und Azubi-Wohnen

Müller hatte bereits vor der Sommerpause angeregt, einen Referenten in den Regionalausschuss einzuladen, der über die Nachnutzung der Erstaufnahmeeinrichtung in Langenhorn informieren sollte. „Das wurde allerdings von SPD und Grünen abgelehnt“, sagt Müller. Die Einrichtung einer Erstaufnahme in der Stadtteilschule sei eine Übergangslösung gewesen, sind sich die zwei Politiker einig. Doch jetzt müsse schnell gehandelt werden. So können sich Schenkewitz und Müller vorstellen, dass die Sporthalle für die Reha-Nutzung geöffnet und somit auch weiteren Sportvereinen zugänglich gemacht wird. Wohnungsbau, Azubi-Wohnen oder gar die Wiederaufnahme des Schulbetriebs wären ebenso denkbar. „Wir werden darauf achten, dass die Schule am Grellkamp nicht verfällt“, so Schenkewitz und Müller. Daher wollen sie gemeinsam das Thema mit in den nächsten Ausschuss Soziales nehmen.
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2 Kommentare
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Jörg Zierow aus Langenhorn | 09.08.2017 | 22:42  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 13.08.2017 | 18:19  
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