Kein Leinenzwang mehr

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Hündin Enya nutzt mit Frauchen Silke Brachmeyer die leinenlose Zeit Foto: now

Neuer Hundeauslauf im Norderstedter Stadtpark

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Im Stadtpark herrscht für die vierbeinigen Besucher überall Leinenpflicht – bis jetzt, denn nach der Schließung des städtischen Hundeauslaufs am Moorweg in unmittelbarer Nachbarschaft hat der Stadtpark eine eigene Auslauffläche eingerichtet. Im Osten des Seeparks, angrenzend an das Gewerbegebiet auf der einen und an die Schleswig-Holsteinstraße auf der anderen Seite ist ein rund 3.500 Quadratmeter großes Dreieck abgetrennt worden. „Wenn wir im Park den Leinenzwang durchsetzen wollen, brauchen wir eine Auslauffläche, die zu Fuß zu erreichen ist“, sagt Parkchef Kai Evers. Der Auslauf ist an allen Seiten mit Zaun abgetrennt. Zum Park hin ließ Erik Voß, technischer Leiter des Stadtparks, einen neuen Zaun ziehen, die vorhandenen Zäune an der Außengrenze wurden zum Boden hin mit Kaninchendraht abgedichtet. An dieser Konstruktion übten Hundebesitzer gleich am ersten Tag Kritik. Zu groß seien die Löcher und vor allem zur Schleswig-Holstein-Straße hin zu unsicher. Silke Brachmeyer war mit ihrer kleinen Hündin Enya eine der ersten Besucherinnen. Sie freut sich, dass der Stadtpark jetzt eine Auslauffläche hat, ist aber auch beunruhigt wegen der Straßennähe: „Wo der Kopf eines Hundes durchpasst, passt auch der ganze Hund durch“, befürchtet sie. „Wir bessern nach“, verspricht Evers. In der kommenden Woche sollen mehr Bodenanker die Sicherheit erhöhen. Ohnehin will Voß mit seinem Team den Auslauf – wie sonst auch den Stadtpark –alle paar Tage überprüfen. „Wenn Hunde hier buddeln, müssen wir sehen, was wir ändern können und müssen“, sagte Voß. Eine Alternative zum Standort direkt an der Straße gibt es nicht, denn andere Flächen fallen wegen Naturschutz aus. Im Unterschied zum Moorweg gibt es hier ein dicht bewachsenes Gelände mit einem neu eingerichteten kleinen Rundweg. Silke Brachmeyer vermisst daher eine größere Fläche zum Ballspielen, die vorhandene Lichtung sei dafür etwas klein. Außerdem appelliert sie an andere Hundebesitzer, auch hier Kotbeutel zu benutzen. „Das ist auf einer Wiese natürlich einfacher“, meint sie und befürchtet, dass so manch Herrchen oder Frauchen aus Bequemlichkeit darauf verzichten wird. Bequemer soll es allerdings noch werden im Hundeauslauf – für die Zweibeiner. Erik Voß verspricht: „Es kommen noch Sitzbalken.“ Das passiert allerdings erst im Herbst, wenn andere Arbeiten im Stadtpark abgeschlossen sind.
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