Kfz-Stelle wird überrollt

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Wer sein Auto an- oder abmelden will, braucht Geduld und viel Zeit. Der Landesbetrieb Verkehr leidet unter Personalnot Symbolfoto: thinkstock

Landesbetrieb räumt Problem ein. Mehr Personal geplant

Hamburg Wer derzeit ein Fahrzeug um- oder anmelden möchte, sieht sich beim Landesbetrieb Verkehr (LBV) mit langen Warteschlangen und zähen Bearbeitungszeiten konfrontiert. Bei manchem Wartenden im Ausschläger Weg liegen die Nerven blank. In einem Schreiben an eine Hamburgerin, die sich über mangelnden Service beschwert hatte, räumt der LBV eine „schwierige Situation“ ein. Seit der ersten Märzwoche bestehe „infolge der Warnstreiks im Öffentlichen Dienst, der besonderen Frühjahrssituation und der unerwartet hohen Kunden-Nachfrage ein längerer Vorlauf auf einen Termin“, heißt es in dem Schreiben aus der Geschäftsführung, das dem Hamburger Wochenblatt vorliegt. Anders gesagt: Der Landesbetrieb wird vom Andrang überrollt.

16 Tage warten


Die Hamburgerin hätte nach Online-Voranmeldung 16 Tage auf einen Termin warten sollen, um ihren VW Beetle anmelden zu können. Sie entschloss sich, den Abgabeservice zu wählen, also statt zu warten sämtliche Papiere zur Bearbeitung abzugeben – doch auch dann hätte die Erledigung sieben Tage in Anspruch genommen.
Der LBV entschuldigte sich. Man habe sich in den letzten Jahren für die flächendeckende Vergabe von Terminen entschieden, um die früheren ein- bis zweistündigen Wartezeiten zu reduzieren und die Beschäftigten bedarfsgerechter einzusetzen. Bis Februar habe sich das System auch bewährt, es habe zwei bis fünf Tage Vorlaufzeit gegeben. Nun ist von „starkem Frühlingsandrang“ auf der Homepage www.hamburg.de/lbv die Rede, vor „einiger Wartezeit“, auch für gewerbliche Kunden, wird gewarnt. Wartemarken für die Bereiche Zulassung und Fahrerlaubnis/Führerschein seien ohne Termin schnell vergeben, danach sei Schluss.
Der LBV arbeitet an einer Verbesserung, unter anderem durch „kurzfristige Personaleinstellung bis zum Sommer“. Im dritten Quartal werde sich daher die Situation wieder auf die zwei bis fünf Tage Terminvorlaufzeit einpendeln. Außerdem sollen Spontankunden nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit („z.B. bis 10 Uhr“) abgefertigt werden. Das soll den Abgabeservice entlasten, „und die abgegebenen Unterlagen können wieder schneller abgeholt werden“. (sta)

Weitere Infos und Anmeldung: Landesbetrieb Verkehr
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1 Kommentar
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kevin sonnenreiter aus Eppendorf | 09.07.2015 | 17:53  
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