Kontroverse Diskussionen in Langenhorn

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Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, eigene Vorschläge und Anregungen einzubringen Foto: fjk
Hamburg: Sportplatz Höpen |

Wiederbelebung des Sportplatz Höpen sorgt für geteiltes Echo

Franz-Josef Krause
Langenhorn
Bei der zweiten und letzten Bürgerbeteiligung konnten sich die Teilnehmer ein Bild davon machen, wie viel Bürgerwille der Planungsentwurf des beauftragten Landschaftsarchitekten tatsächlich enthält (das Wochenblatt berichtete). Die präsentierte Grafik zeigt, dass versucht wurde, nicht nur dem Fußball neue Möglichkeiten zu eröffnen. Gleichzeigt wurde dem Begegnungsaspekt Rechnung getragen und Bänke eingeplant. Hatte der alte Platz bisher lediglich einen einzigen „offiziellen“ Zugang, sieht das neue Konzept vier Eingänge vor. Damit soll der Platz einladender gestaltet und gleichzeitig eine gewisse soziale Kontrolle ermöglicht werden. Dass mit zwei Eingängen und Sicht – somit auch Geräuschachsen – der Willersweg zukünftig das Einfallstor zum „Sportpark Höpen“ sein soll, wurde besonders von denjenigen Anwohnern kritisiert, die schon bei der ersten Bürgerbeteiligung auf die besonderen Vorgaben für die „Lärmschutzzone 1“ hingewiesen haben.

Anwohner fürchten Parknot und Wildpinkler

Bei zum Teil sehr heftigen Wortgefechten ging es nicht nur um den „Lärm“, den Fußballspieler verursachen könnten – selbst das Klacken aneinanderprallender Boule Kugeln wurde thematisiert. Insgesamt waren unter den fast 40 Teilnehmern die Anwohner stärker vertreten, als heutige oder zukünftig mögliche neue Nutzer der Sportanlage. Grundsätzlich wurde die Aufwertung des Platzes von den Bewohnern der Einzel- und Doppelhäuser des nur einseitig bebauten Willersweg begrüßt. Die Vorstellung, es könnten, mehr als heute schon, motorisierte Sportfreunde den Platz ansteuern, wurde aber überwiegend sehr kritisch gesehen. Das, so der Tenor, würde zusätzlich zur Beeinträchtigung der Anwohner durch den Fluglärm, Krach verursachen, die ohnehin knappen Parkplätze belegen und, da Toiletten nicht geplant seien, das ohnehin schon übliche „wilde Pinkeln“ befördern.

Keine WC-Anlage aus Kostengründen

Die Vertreter von „ProQuartier“ und des Bezirksamts, letzteres finanziert das Projekt mit 185.000 Euro aus dem Integrationsfonds, versuchten diese Sorgen zu entkräften. Es gäbe im Stadtteil ausreichend Sportplatzangebote, es sei nicht zu befürchten, dass die Sportanlage über die unmittelbaren Anwohner hinaus Sogwirkung haben könnte. Und wer in der Nähe wohne, könne ja auch dort das WC benutzen. Dass die Planung aus Kostengründen WC-Anlage und, zumindest unter dem Fußballfeld, eine Dränage kategorisch ausschließt, stieß auf Unverständnis. Auch, dass für die Pflege der aufgewerteten Anlage vom Bezirk keine zusätzlichen Mittel eingeplant werden sollen.

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