Kultur des Ankommens

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Mit den Flüchtlingen Wand an Wand – Tischlermeister Marc Marten (37) mit Tochter Janne (2), Helen Marten (27) mit Tochter Freya (9 Monate). Im Hintergrund die Zentrale Erstaufnahme Grellkamp Foto: Krause

„Neue Nachbarn Langenhorn“ stehen kurz vor einem Bürgervertrag

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn Nach der endgültigen Schließung der Stadtteilschule Grellkamp kam überraschend die Wiedereröffnung als Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für 800 Flüchtlinge. Schnell formierte sich ein „Freundeskreis Grellkamp“, der den Bewohnern Hilfestellung anbietet. Es entstand auch der Verein „Neue Nachbarn Langenhorn“ der als Mitglied des Dachverbandes „Initiative für Integration“ die aus seiner Sicht verfehlte Unterbringungspolitik des Senats in Frage stellt. Mitbegründer des Langenhorner Vereins ist Marc Marten. Der Verein hat sich der „Initiative für Integration“ angeschlossen, fordert deutlich geringere Belegungszahlen für Flüchtlingsunterkünfte. Nur so, mit dem Ziel der Durchmischung, kann Integration gelingen.
Der Verein befürwortet zudem die „Ankommens-Kultur“, die Nachbarn einer Unterkunft von deren Bewohnern erwarten können. „Es greift schon extrem in den Alltag ein“ so Marten „wenn von der Geräuschkulisse her bis in die Nachtstunden hinein ein ‚Freibadfeeling‘ herrscht.“ Der Verein räumt ein, dass die Bewohner der Erstunterkunft unter schwierigen Bedingungen leben müssen. „Wenn Menschen so zusammengepfercht sind, kommt es zwangsläufig zu Problemen. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich das Angebot mit uns einen Bürgervertrag abzuschließen, der eine deutliche Verbesserung bringen wird“, sagt Marten. Obwohl anders vermeldet, ist die Vereinbarung noch nicht endgültig ausgehandelt. Eckpunkte sind unter anderem, dass die Belegung bis Ende 2016 auf maximal 450 Personen reduziert wird und ab Mitte 2018 nur noch 350 Menschen dort wohnen sollen. Außerdem soll bis spätestens zum Jahresende 2019 die Auflösung der Einrichtung erfolgen.
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