Kunstwerk zieht nach Langenhorn um

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Peter (l.) und Christian Peter Ahrens sorgen dafür, dass das Keramik-Mosaik von Fuhlsbüttel nach Langenhorn umzieht Foto: Krause

Das Keramik-Mosaik von Tom Hops aus dem Ortsamt Fuhlsbüttel bekommt einen neuen Platz

Von Franz-Josef Krause
Fuhlsbüttel
Noch steht es – das in drei Bauabschnitten errichtete frühere Ortsamt in der Nähe des U-Bahnhofs Fuhlsbüttel. Doch nicht mehr lange. Im Frühjahr werden die letzten Behördenmitarbeiter in den Fliederweg oder die Tangstedter Landstraße umziehen, danach erfolgt der Abriss. Hier entstehen dann 74 Wohnungen mit Fahrstuhl und Tiefgarage für Familien und Senioren. Bestach das Amt nicht unbedingt architektonisch, so hatte es doch ein Kunstwerk zu bieten, dass jeder, der in den letzten 45 Jahren beim Meldewesen zu tun hatte, zwangsläufig passieren musste: Ein wandgroßes Keramik-Mosaik des Hamburger Künstlers Tom Hops. Dort 1971 errichtet, kündete es von einer Zeit, als „Kunst am Bau“ gesetzlich verpflichtend war. In Hamburg betraf „Kunst am Bau“ besonders öffentliche Einrichtungen sowie geförderte Wohnprojekte, bis 1981 das Programm „Kunst im öffentlichen Raum“ neue Vorgaben schaffte.

Schöpfer des Mosaiks

Der Hamburger Tom Hops (1906 – 1976), der Schöpfer des Mosaiks, ist heute weitgehend unbekannt, nicht einmal das Internet hat ein Portrait von ihm zu bieten. Einige seiner Bilder werden allerdings noch gehandelt. Tom Hops entschied sich recht spät zur künstlerischen Laufbahn. Nach einer kaufmännischen Lehre fuhr er längere Zeit zur See. 1928 begann er eine autodidaktische Ausbildung zum Maler und wurde durch den Kreis der Berliner Galerien gefördert. 1933 war Hops wieder in Hamburg und gründete sein Atelier. Während des Zweiten Weltkriegs fuhr der Künstler als Marinesoldat zur See. Nach dem Weltkrieg unternahm Hops zahlreiche Reisen nach Spanien, Frankreich, England, Italien, in die Türkei, die USA und Nordafrika.

Transfer in den Sitzungssaal

Für das Mosaik im Ortsamt erhielt Hops 1971 einen Lohn von 30.000 DM. Die Langenhorner Peter Ahrens Bauunternehmen GmbH, Eigner des Gebäudes, hat mehr als das aufwenden müssen, um das Kunstwerk zu sichern. „Es wird“, so Mitgeschäftsführer Christian Peter Ahrens, „im Sitzungssaal des vom Bezirk Nord von uns gemieteten Gebäudes Tangstedter Landstraße 6 angebracht werden. Dieses Werk zu erhalten, ist uns ein wichtiges Anliegen.“ Der Transfer des Mosaiks ist ein Beitrag zur Stadtteilkultur, der besonders Bezirksamtsleiter Harald Rösler freut. Denn in seiner Zeit als Ortsamtsleiter ist ihm dieser Hops besonders ans Herz gewachsen.
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