Langenhorn: Von der Anstalt zum Wohnquartier

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Die Patrizia Manager Sven Göller, David Girra und Peter Forster (v.li.)beobachten Senatorin Dorothee Stapelfeld, bei der Grundsteinlegung Foto: fjk

Besonders Familien zieht es an den grünen Stadtrand

Langenhorn „Wer heute unter dem Blätterdach der Alleen auf die historischen Gebäude in der Parklandschaft blickt, fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Zusammen mit dem in über hundert Jahren gewachsenen Baumbestand verleihen die zwischen den Jahren 1893 und 1913 erbauten Häuser dem Standort einen ganz eigenen Zauber, dem sich kein Besucher entziehen kann.“ Was von der Augsburger Immobilien Firma Patrizia mit Bezug auf die Historie blumenreich beschrieben wird, hatte seinerzeit eine eher abschreckende Bestimmung – hier, in der „Anstalt Ochsenzoll“ brachte Hamburg seine „Irren“ unter. Sie mussten die riesigen Flächen um die verstreut liegenden Gebäude am nördlichen Rand von Langenhorn landwirtschaftlich bearbeiteten. Mit anderen Worten – dorthin wollte kein Hamburger. Wenn die Manager von Patrizia bei der Grundsteinlegung des 3. Bauabschnitts stolz verkündeten, dass bereits über 75 Prozent der rund
450 Wohnungen verkauft sind, belegt das eindrucksvoll einen Gesinnungswandel. Besonders Familien zieht es an den grünen Stadtrand. Es gibt keinen anderen Spielplatz in Langenhorn, der so intensiv genutzt wird, wie der auf dem ehemaligen „Anstaltsgelände“. Wie sehr der alte Baumbestand das gesamte Stadtquartier „Unter den Linden“ der Patrizia dominiert, davon konnten sich die Gäste der Grundsteinlegung bei einem „Rundflug“ in gut 20 Metern Höhe überzeugen. Gut gesichert am Baukran hängend, boten sich Aussichten, wie sie später nie wieder möglich sein werden. In dieser Idylle entstehen nun in vier neuen Gebäuden 77 Wohnungen – in sieben denkmalgeschützten Bestandsgebäuden kommen weitere 53 Wohneinheiten hinzu. Wenn in etwa 2,5 Jahren alle Wohnungen bezogen sind, wird das mit dazu beitragen, dass Langenhorns Bevölkerung weiter stärker wächst, als Hamburg insgesamt. Auch das zu versteuernde Durchschnittseinkommen, bisher in Langenhorn erheblich unter dem Durchschnitt der Stadt, wird wachsen. Doch nicht alle Langenhorner sind glücklich mit der Bautätigkeit. Das Rehwild, früher auf dem „Anstaltsgelände“ ungestört, weicht in umliegende Haus- und Kleingärten aus, um Nahrung zu finden. (fjk)
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